12-Tage Japan-Rundreise

Klassische Japan-Reise - 12 Tage

 

Für die klassische Japanreise von 12 Tagen bucht man am besten einen Gabelflug von Deutschland nach Kansai Airport (Osaka) und zurück ab Tokyo.

 

Man kann die Reise natürlich ebensogut in umkehrter Richtung antreten, oder ohne Gabelflug antreten indem man am Ende mit dem Shinkansen an den Ankunftsflughagen zurück kehrt. (Dann ist entsprechend mehr Zeit einzuplanen.) In Kansai anzufangen ist chronologisch passend, denn hier befindet sich die Wiege der japanischen Kultur mit vielen historischen Sehenswürdigkeiten. Außerdem bietet die Tour auch einen sanfteren Einstieg ins Land: Bis man die Riesenmetropole Tokyo erreicht, hat man sich schon ein bisschen eingelebt. Und wer am Schluss der Japanreise gern noch einkaufen möchte, hat in Tokyo die größte Auswahl, von Souvenirs und traditionellem Kunsthandwerk bis hin zu modernem Design und Character Goods.

 

Für die Klassische Japanreise lohnt sich der Japan Rail Pass für eine Woche (Tag 3 Nara-Ausflug bis Tag 9 Tokyo Ankunft).

 

Tag 1: Anreise

Flüge von Europa nach Japan fliegen meistens über Nacht: Japan-Direktflüge starten am Nachmittag aus Deutschland, Stopover-Flüge meist noch etwas früher, und kommen am Morgen oder Vormittag des darauffolgenden Tages erst in Japan an. So ergeben sich bei 12 Tagen Reisezeit 10 Übernachtungen.

 

Tsutenkaku, Osaka

 

 

Tag 2: Ankunft in Osaka

2 Übernachtungen in Osaka

 

Wegen der großen Touristenströme ist die Hotelsituation in Kyoto vor allem zur Saison recht angespannt. In Osaka hingegen ist das Preis-Leistungs-Verhältnis wesentlich besser, und man hat Gelegenheit, diese quirlige Großstadt kennenzulernen.

 

Alternativ kann man auch direkt nach Kyoto fahren und den Tagesausflug nach Nara (Tag 3) von dort machen.

 

Der Check-In beginnt in japanischen Hotels oft erst ab 15 Uhr, aber auf jeden Fall ist es möglich, Gepäck zur Aufbewahrung zu hinterlassen.

Danach geht es gleich auf erste Erkundungstouren. Je nach Zeit und Jetlag ist Schlendern in der enormen überdachten Shopping-Meile Shinsaibashi oder auch ein Besuch der rekonstruierten Burg von Osaka (zur Kirschblüte ein Muss!) angesagt.

 

Tag 3: Tagesausflug nach Nara

Japans erste permanente Hauptstadt Nara ist eine nette Kleinstadt mit Top-Sehenswürdigkeiten, und sie liegt mit dem Zug nur etwa 40 Minuten von Osaka entfernt. Zum Pflichtprogramm gehören der Tempel Todai-ji mit der großen Bronze-Buddhastatue aus dem 8. Jahrhundert und der Kasuga Schrein (Kasuga-Taisha) mit fotogenen moosüberwachsenen Steinlaternen.

 

Museumsfans brauchen am Nachmittag noch mindestens zwei Stunden für das bombastische Nationalmuseum, und im Nara-Park mit den zahmen Rehen vergeht die Zeit sowieso wie im Flug.

 

Alternativ ist es möglich, am Nachmittag den Horyuji-Tempel, ein weiteres japanisches UNESCO-Weltkulturerbe, zu besuchen. Wegen seiner harmonischen Proportionen und der tollen buddhistischen Kunst absolut sehenswert!

 

Tag 4: Zur Weißen Reiherburg in Himeji und nach Hiroshima

1 Übernachtung in Hiroshima

 

Wer auf der Japanreise etwas größeres Gepäck dabei hat, schickt es am besten morgens vom Hotel aus unkompliziert nach Kyoto vor und nimmt nur eine Übernachtungstasche mit. Die kann dann während der Burgbesichtigung in Himeji problemlos ins Schließfach.

 

Burg von Himeji

Morgens Fahrt mit dem Shinkansen nach Himeji (1 Std.), dort ist die Burg Himeji – die berühmte Burg des Weißen Reihers – in 20 Minuten zu Fuß über eine Einkaufsstraße zu erreichen. Für die weitläufige Burganlage und die Erkundung des Burgturms sollte man zwei Stunden einplanen. Nach der Mittagspause geht es wieder per Shinkansen weiter nach Hiroshima (1 Std.), wo man gleich nach Ankunft zu einem Rundgang durch den Friedenspark im Zentrum (mit Atombombendom) und Besuch des Friedensmuseums aufbricht.

 

Essenstipp für den Abend: Okonomiyaki (eine Art pikanter Pfannkuchen) nach Hiroshima-Art – dabei werden die einzelnen Zutaten gestapelt, nicht vermischt wie in anderen Landesteilen.

 

Tag 5: Schreininsel Miyajima und Fahrt nach Kyoto

3 Übernachtungen in Kyoto

 

Morgens Fahrt mit dem JR-Zug nach Miyajimaguchi und mit der JR-Fähre weiter nach Miyajima – insgesamt etwa eine Stunde Fahrtzeit.

Auf Miyajima besichtigt man auf jeden Fall den Itsukushima-Schrein, dessen rotes Schreintor fotogen im Wasser steht. Auf dem Weg vom Fähranleger zum Schrein gibt es zahme Rehe und reichlich Gelegenheiten zum Shoppen. Spezialität von Miyajima sind die gegrillten Austern.

Je nach Wetter, Zeit und Wanderlust ist es möglich, zu Fuß oder per Seilbahn auf den Berg Misen zu gehen oder zu fahren oder noch einige weitere Tempel in der Umgebung anzusehen.

 

Am Spätnachmittag geht es zunächst per Fähre und Regionalzug zum Bahnhof Hiroshima und dann per Shinkansen weiter nach Kyoto (einschließlich Fähre etwa 3 Std.).

 

Tag 6: Top-Sehenswürdigkeiten in Kyoto

Mit einem 1- bzw. 2-Tagesticket für den Bus (oder Bus- und U-Bahn-Kombi) ist man in Kyoto am flexibelsten.

 

Am ersten Tag stehen Kyotos "Must-See"-Sehenswürdigkeiten auf dem Programm! Viele davon gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.

An den Nordbergen befinden sich der Kinkaku-ji (Goldener Pavillon) und der berühmte Zen-Garten des Ryoan-ji. Mittagspause können Sie in der Nishiki-Marktgasse machen und von dort ist es nur ein Katzensprung bis zum Schloss des Shoguns, Nijo-jo. Vielleicht ist noch Zeit für das Manga-Museum, das Nationalmuseum oder einen weiteren Tempel.

 

Abends geht es nach Gion ins Geisha-Viertel – vielleicht erhaschen Sie ja einen Blick auf die geheimnisvollen Unterhaltungskünstlerinnen. Oder wie wäre es mit einem Theaterbesuch in Gion Corner? Die Show führt durch eine Vielzahl traditioneller japanischer Künste.

 

Tag 7: Kyoto entdecken

Mit zwei Tagen in Kyoto bleibt genügend Zeit, auch mal etwas zu bummeln und in die historische Atmosphäre einzutauchen. Finden Sie im Frühjahr die besten Kirschblüten-Spots oder im Herbst Gärten mit besonders schöner Laubfärbung

 

Kiyomizu-dera , Kyoto

Der Fushimi-Inari Schrein mit seinen vielen roten Torii-Toren lässt sich beispielsweise bequem als Vormittags-Ausflug erreichen (höchstens 30 Minuten vom Zentrum); für die Besichtigung sind etwa 2 Stunden einzuplanen. Anschließend ist ein Bummel über die Gassen Ninenzaka und Sannenzaka hinauf zum Kiyomizu-Tempel mit der tollen Holzterrasse und weitem Blick über die Stadt genau richtig. Wie wäre es mit einem Spaziergang im Kimono durch diese Gassen? Man kann sie hier unkompliziert ausleihen.

 

Zur Ruhe kommen Sie bei einer traditionellen japanischen Teezeremonie. Die ist eigentlich hochkompliziert, aber es gibt auch vereinfachte Einsteigerversionen mit Erklärung, etwa bei Fukujuen in der Shijo-Straße.

 

Abends entdecken Sie das moderne Bahnhofsgebäude, in dessen spektakulärer Architektur ganze Kaufhäuser und Dutzende Restaurants untergebracht sind. Verpassen Sie nicht den Skyway, einen gläsernen Tunnel unter dem Bahnhofsdach in 45 m Höhe.

Tag 8: Fahrt zum Fuji-san nach Hakone

1 Übernachtung in Togendai

 

Größeres Gepäck sollte man wieder vom Hotel in Kyoto nach Tokyo vorschicken, so ist man an Tag 8 und Tag 9 der Japanreise unbeschwerter.

Hakone ist eine beliebte Gegend, um in Sichtweite des heiligen Berges Fuji-san in einem Onsen-Hotel zu übernachten. Logistisch recht einfach ist es, mit dem Shinkansen bis Mishima zu fahren und dann mit dem Tokai-Bus zum Ashi-See nach Moto-Hakone-ko (2 Std.). Dort starten die Ausflugsboote über den See nach Togendai.

Hakone-Gebiet mit Fuji

Die Hotels und Ryokan hier – klassische japanische Gasthäuser – verfügen fast alle über ein schönes Thermalbad für das Onsen-Erlebnis am Fuji-san!

 

Tag 9: Zum Großen Buddha von Kamakura und nach Tokyo

3 Übernachtungen in Tokyo

 

Morgens fährt man, hoffentlich mit gutem Blick auf den Fuji-san, mit der Seilbahn über die Schwefelquellen von Owakudani. Aus Erdspalten steigen hier schwefelige Dämpfe auf und in dem heißen Quellwasser werden Eier gekocht – sie sind so gesund, dass der Genuss eines einzigen Eies das Leben um sieben Jahre verlängern soll. Weiter geht es über den Berg bis Gora. Von dort fährt eine Zahnradbahn zu Tal und bis Odawara, wo die normale Bahnlinie weiterführt nach Kamakura (Gesamtfahrtzeit etwa 3 Std.).

 

Die Top-Sehenswürdigkeit in Kamakura ist der Große Buddha, eine im Freien sitzende Buddhastatue aus Bronze. Von dort geht es in 10 Minuten zu Fuß zum Tempel Hase-dera, der über mehrere Etagen an einen Berghang gebaut ist. Zum Bummeln ist man anschließend in der Komachi-dori-Straße genau richtig; überhaupt ist Kamakura ein sehr nettes historisches Städtchen mit Strand und internationalem Flair.

 

Am späten Nachmittag fährt man dann wieder mit dem Zug weiter nach Tokyo. Wer richtig einsteigen will, wirft sich gleich am Abend noch in das Getümmel von Shibuya – die große Kreuzung vorm Bahnhof gilt als die verkehrsreichste Fußgängerkreuzung der Welt!

 

Tag 10: Tagesausflug Nikko

Zu den spektakulären Welterbestätten von Nikko fährt kostengünstig und schnell die Privatbahn Tobu (Direktzug von Asakusa bis Nikko knapp 2 Stunden), und im Tagespass von Tobu sind auch die Busse vor Ort in Nikko enthalten.

 

Toshogu-Schrein, Nikko

Hauptsehenswürdigkeit ist die Mausoleumsanlage Toshogu für Tokugawa Ieyasu, den wohl größten Shogun von Japan. Die Besichtigung erfordert locker 2 Stunden, denn das Gelände ist weitläufig und alle Gebäude sind üppig mit aufwändigen, farbigen Schnitzereien verziert. In der näheren Umgebung lockt außerdem der Besuch des Rinnoji-Tempels und des Mausoleums für Ieyasus Enkel, Tokugawa Iemitsu (das Taiyuin).

 

Alternativ lohnt es sich vor allem im Herbst, gleich nach dem Toshogu-Besuch mit dem Bus über die 48 Kehren der Bergstraße Iroha-zaka auf ein nahes Hochplateau und zum See Chuzenji-ko hinaufzufahren (ca. 1 Std.). Die dortige Laubfärbung in Kombination mit der Seelandschaft und den hohen Bergen ist in ganz Japan bekannt. Wer noch nicht Sightseeing-müde ist, kann den Chuzenji-Tempel und den Kegon-Wasserfall besichtigen.

Zurück in Tokyo lockt abends das glitzernde Akihabara mit seinen Elektroläden und Maid-Cafes.

 

Tag 11: Metropole Tokyo

Der letzte Tag der Japanreise ist dann genau richtig zum Sightseeing und Shoppen in Tokyo. Ideal dafür ist die Ginza, die ehrwürdige Edelshoppingmeile mit riesigen Kaufhäusern, Fachgeschäften (z. B. Ito-ya für Schreibwaren oder Yamano für Musik) und schicken Restaurants. Designerboutiquen gibt es auch in Omotesando bei Shibuya, und in der Nähe auf der Takeshita-dori finden auch Jüngere und Manga-Fans Läden und Gleichgesinnte.

 

Anschließend fahren Sie in den Tempelbezirk Asakusa mit etwas Altstadt-Flair und vielen Souvenirläden und traditionellen Geschäften. Bei gutem Wetter lohnt die Auffahrt auf den nahegelegenen Tokyo Skytree, den welthöchsten Fernsehturm. Von den Plattformen auf 350 m oder 450 m Höhe ist ganz Tokyo zu sehen – aber kein Ende des Häusermeers.

 

Kunstbegeisterte gehen stattdessen ins Japanische Nationalmuseum in Ueno, und wer sich eher für Samurai und das Leben im alten Tokyo interessiert, findet in Ryogoku, ebenfalls von Asakusa aus zu Fuß zu erreichen, das Edo-Tokyo-Museum und das Schwertermuseum direkt nebeneinander (und das Sumo-Museum übrigens auch).

 

Tag 12: Rückflug

Beide Flughäfen von Tokyo – der stadtnahe Flughafen Haneda und Narita 60 km entfernt – sind sehr gut mit mehreren Bahnen zu erreichen. Mit sperrigem Koffer und/oder zur Rush-Hour nimmt man aber vielleicht lieber den Flughafenbus. Wegen der Zeitverschiebung landet man oft schon am selben Abend wieder in Deutschland!

 

 

 

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