Beste Foto-Spots auf Kyushu Einzigartige in Miyazaki erhalten gebliebene Schreine, fotografiert und beschrieben von einem hier 20-Jahre ansässigen australischen Fotografen Partner Information

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Die Präfektur Miyazaki im Südwesten Japans in der Region Kyushu liegt etwa anderthalb Flugstunden von Tokyo entfernt. Miyazaki ist berühmt als Ferienparadies mit mildem Klima. Es ist auch Schauplatz zahlreicher japanischer Mythen, die seit mehr als 2000 Jahren lebendig geblieben sind, und bewahrte bis heute seine damit verbundenen historischen Schreine und die traditionelle Kultur.

 
Der Australier Paul Zikan zog vor 20 Jahren nach Miyazaki und ist hier als Fotograf tätig. Er ist nicht nur als Fotograf tätig, sondern pflegt einen sehr aktiven Lebensstil. Wegen seiner freundlichen Persönlichkeit wird er von den Menschen der Präfektur geschätzt.
 
Paul gefällt das Leben in Miyazaki so sehr, dass er auch jetzt wann immer er in Australien ist, überzeugt sagt: „Ja, Miyazaki ist wirklich toll!“. Mit Begeisterung erzählt er von besonders sehenswerten Orten und dokumentierte dies mit seiner umfangreichen Fotosammlung.

 

 

Miyazaki hat ein warmes Klima und die Leute hier sind freundlich und offen

 

Was hat dich dazu veranlasst nach Miyazaki zu ziehen?

 

Paul Zikan

 

Paul: Ich bin damals in Sydney als Verkäufer tätig gewesen, aber als ich Ende zwanzig war, bekam ich Zweifel an meiner Tätigkeit. Ich sehnte mich nach neuen Herausforderungen. Und da ich mich schon immer für japanisches Essen und Kultur interessierte, dachte ich mir, ich sollte es in Japan probieren.

Für ein japanisches Working-Holiday-Visum kann man sich nur bis zum 29. Lebensjahr bewerben. Das Gefühl „Ich muss nach Japan!“ wurde immer stärker und zwei Monate vor meinem 30. Geburtstag, traf ich die Entscheidung mich zu bewerben.

 

Und warum hast Du Miyazaki und nicht Tokyo oder Kyoto gewählt?

 

Paul: Ich bin in der Nähe des Blue Mountain National Park in Australien aufgewachsen; Miyazaki ist auch reich an Natur mit Bergen und liegt am Meer. Zu diesem Zeitpunkt wurde in Miyazaki gerade das Sheraton Hotel eröffnet und das gab mir das Gefühl, dass diese Stadt Zukunft hat. Ausschlaggebend war auch, dass Miyazaki einen Squashcourt hatte (lacht).

 

 

Und wie hat es dir damals in Miyazaki gefallen?

 

Paul: Miyazaki beruhigte mich. Die Menschen dort sind offen und freundlich, wahrscheinlich wegen des milden Klimas, und bald wollte ich dort hinziehen.

 

Ich kenne auch Tokyo. Zu viele Leute, überfüllte Morgenzüge... Das hat mir alles nicht gefallen. Selbst jetzt, nach meiner Rückkehr nach Australien, denke ich: „Ja, Miyazaki war wirklich gut!“.

 

Miyazaki ist nicht nur mit Natur gesegnet, sondern hat auch eine schöne Küste mit vielen Surfspots. Einige meiner Bekannten sind vor allem wegen des Surfens von Tokyo nach Miyazaki umgezogen.

 

 

Aus der sich eines nicht-Japaners, was sind deine Miyazaki-Highlights?

 

Paul: In Bezug auf Essen wäre z. B. das Hühnchengericht „Chicken-Nanban“ aus Miyazaki zu nennen. Dabei wird Hühnerfleisch im Teigmantel in Öl gebraten und in süß-saure Soße getunkt. Der Geschmack ist je nach Restaurant völlig unterschiedlich. Wenn ihr ein neues findet, probiert es unbedingt aus.

 

Chicken-Nanban

 

Paul: Und dann noch die köstlichen Hamburger aus Miyazaki-Rindfleisch – unglaublich lecker! Und natürlich Bonitogerichte, die jeweils im Frühling und Herbst frisch auf den Tisch kommen.

 

Hamburger aus Miyazaki-Rindfleisch

 

 

Bonitogerichte (Frühling und Herbst)

 

Was gibt es Besonderes außer gutem Essen?

 

Eines der berühmtesten Reiseziele in der Miyazaki Präfektur ist Takachiho. Dort findet man eine malerische Schlucht und Schreine, die mit berühmten japanischen Mythen in Verbindung gebracht werden. Es gibt aber noch mehr Orte dort, die sich dort zu besuchen lohnen.

 

Takachiho-Schlucht

 

Einige der Orte, den man unbedingt besuchen sollte, sind der Aoshima-Schrein, der Udo-Schrein und der Miyazaki-Schrein. Die drei Schreine erlauben es die einzigartige Landschaft von Miyazaki zu erleben und geben tiefe Einblicke in japanische Geschichte und Kultur.

 

Die drei Schreine sind außerdem nicht weit vom Flughafen und dem Zentrum der Stadt Miyazaki entfernt. Mit einem Auto kann man sie alle an einem Tag besuchen. Man kann dann an der Küste entlang fahren und die schöne Landschaft genießen.

 

Der Aoshima-Schrein auf einer eigenartigen Felseninsel im tropischen Meer.

 

Erzähle uns doch etwas über den Aoshima-Schrein.

 

Er ist eine etwa halbstündige Fahrt vom Zentrum von Miyazaki City entfernt. Der Schrein ist auf einer winzigen Insel namens Aoshima – und hat trotzdem zwei Sterne im Michelin Green Guide Japan.

 

Aoshima-Schrein

 

Man erreicht die Insel zu Fuß über eine Brücke – mit wunderschönem Blick auf das rote Torii-Tor. Ein solcher von tropischen Pflanzen umgebener Schrein ist in Japan ein sehr seltener Anblick.

 

 

 

 

Paul: Insel und Fußbrücke sind von seltsamen Felsformationen, sogenannten „Dämonenwaschbrettern“ umgeben, die wie geometrische Muster aussehen – ein unvergesslicher Anblick. Die Felsenplateaus sind jedoch bei Flut unter Wasse. Es ist besser bei Ebbe zu kommen, dann kann man auch auf ihnen laufen.

 

Dämonenwaschbretter

 

 

 

Paul: Wegen der hohen Wellen ist der Strand bei Surfern sehr beliebt. Es gibt hier viele Geschäfte, die Surfboards verleihen und auch Surf-Unterricht anbieten; diese Gegend hat sich zu einem beliebten Surfertreffpunkt entwickelt.

 

Aoshima Küste

 

Die „Dämonenwaschbrett-Felsenplateaus“ sind ein überwältigender Anblick. Aber wie kann man dieses Schauspiel am besten mit der Kamera aufnehmen?

 

Paul: Zuerst mal bei beginnender Ebbe kommen, bevor die seltsamen Felsen wieder ins Meer sinken, denn dann geht die Wirkung verloren. Und aus etwas erhöhter Position aufnehmen, damit die reliefartige Struktur der Dämonenwaschbretter betont wird.

 

 

Paul: Achtung! Wenn man vom Strand nach Osten Richtung Meer fotografiert, kommen am Morgen im hellen Gegenlicht die Farben nicht zu Geltung. Deshalb ist es besser, am Nachmittag zu fotografieren.

 

Bei gutem Wetter ohne Wind ist es schwierig, die Grenze zwischen Meer und Himmel zu sehen. Ein Bild bei unruhiger See mit weißen Wellen hingegen betont den Kontrast zwischen Meer, Himmel und Felsen.

 

 

Paul: Die seltsamen Felsen breiten sich auch entlang der Küste aus. Den besten Blick auf die Dämonenwaschbretter hat man vom Horikiri-Pass, etwas südlich des Aoshima-Schreins. Wenn man die Felsen und die üppige Vegetation in einer 7:3 Ratio einfägt, bekommt man ein tolles Bild mit viel Tiefe.

 

Horikiri-Pass

 

Paul: Der Horikiri-Pass bietet eine großartige Aussicht auf das Meer. An der nahe gelegenen Straßenstation Phoenix kann man lokale Spezialitäten kaufen. Das Softeis aus Miyazakis Hyuganatsu-Orangen ist besonders lecker.

 

Der Shinto-Shrein Udo-jingu liegt hoch unter den Klippen der Meeresküste, nicht weit vom kleinen Namikiri-Schrein unter den Felsen am Meer.

 

Auch der zweitgenannte Udo-Schrein liegt an der Küste in einzigartiger Lage.

 

Udo-Schrein

 

Der Udo-Schrein wurde an eine Steilküste mit Blick auf den Ozean gebaut. Der Hauptschrein befindet sich in einer Höhle. Man geht eine Steintreppe hinab und hört wie die Wellen unaufhörlich gegen die Felswände schlagen, die einen umgeben. Eine rote Brücke und ein Zaun schaffen einen mystisch anmutenden Kontrast mit den gewaltigen Felsen.

 

 

Paul: Das Dach des Hauptschreins ist dicht an die Höhlendecke gebaut. Wie hat man das nur gemacht? Eine gute Frage. Der Baustil unterscheidet sich deutlich von dem anderer Schreine. Man kann sich nur wundern: „Warum gibt es so etwas nur hier?“.

 

 

 

Paul: Auf dem Gelände des Udo-Schreins gibt es noch einen kleinen Schrein, den Namikiri-Schrein. Ein besonderer Ort, den man auf jeden Fall besuchen sollte.

 

Der Bergpfad dorthin ist etwas steil. Man geht etwa 15 Minuten, aber das ist ein unvergessliches Abenteuer. Der Weg ist nicht gut befestigt. Man sollte dunkle Stunden und Tage mit schlechtem Wetter meiden.

 

Aufstieg zum Namikiri-Schrein

 

Paul: Du wirst es verstehen, wenn du ankommst. Der Namikiri-Schrein liegt im Halbdunkel einer Höhle am Fuß einer Klippe, wo der Ozean direkt nach ihm greift. Man muss es sehen, um es zu glauben.

 

 

 

 

Paul: Da nur wenige Touristen kommen, ist einzig das Rauschen der Wellen zu hören. Es ist ein sehr spiritueller Ort und so faszinierend, dass man von hier gar nicht mehr weggehen will. Ich komme manchmal hierher, wenn ich den Kopf frei kriegen will und konzentriere mich dann nur auf den Klang der Wellen. Hier kann man sich ganz eins fühlen mit der Landschaft, dem Geräusch des Ozeans und der Meeresbrise.

 

 

Hierher zu kommen ist nicht einfach, aber wenn man dann unter riesigen Felsen sitzt und die Brandung des Ozeans unmittelbar vor sich toben hört, ist das wirklich ein außergewöhnliches Erlebnis.

 

Paul: Dieses Gefühl ist jedoch auf Fotos sehr schwierig zu vermitteln (lacht). Wenn ich einen guten Tipp geben darf: versucht mal, Meer und Himmel im Hintergrund umrahmt von Felsen im Vordergrund zu zeigen. Solch tolle Bilder vom Meer vor Miyazaki kann man nur hier machen.

 

 

Der Miyazaki-Schrein, ein spiritueller Ort im Zentrum der Stadt

 

Der letzte Ort, den du empfohlen hast, war der Miyazaki-Schrein. Das ist ein Schrein direkt im Stadtzentrum, nicht wahr?

Paul: Die beiden Schreine, die ich bisher vorgestellt habe, sind an einzigartigen Orten. Der malerische Miyazaki-Schrein hingegen ist in typisch japanischer Weise gebaut und von dichtem Wald umgeben.

 

Miyazaki-jingu

 

Paul: In seiner über 1000-jährigen Geschichte wurden die Hauptteile des Schreins bis zur heutigen Form mehrmals repariert und umgebaut. Der Bau aus Zedernholz ist in seiner Schlichtheit wunderschön.

 

Der Schrein liegt zwar mitten in der Stadt, doch sobald man den Tempelbereich betritt, wird man von einer feierlichen, würdevollen Stimmung ergriffen. Und auch etwas Geheimnoisvolles kann man spüren, besonders wenn zur Abenddämmerung die Tempellaternen angezündet werden. Wie der Namikiri-Schrein hat dieser Ort für mich eine besondere Energie.

 

 

Paul: Jedes Jahr im Februar, Oktober und November werden hier von alters her „Matsuri“, sogenannte Schreinfeste abgehalten. Und im April gibt es das spektakuläre Shintoritual „Shinji Yabusame“, bei dem Reiter in Samurai-Kostümen auf Pferden in vollem Galopp mit japanischen Langbogen schießen.

 

Wer nach Miyazaki kommt, kann hier traditionelle Kultur in authentischen Schreinen erleben und tief in die lebhafte Geschichte Japans blicken.

 

Shinji Yabusame - Bogenschießen zu Pferd

 

Gibt es beim Fotografieren im Schrein Vorschriften oder Verhaltensweisen, die man beachten soll?

 

Manche Schreine erlauben das fotografieren nicht. Deshalb sollte man unbedingt alle Hinweise lesen und beachten.

In den drei Schreinen, die ich hier vorgestellt habe, gibt es, soweit sie zugänglich sind, keine Orte, an denen das Fotografieren verboten ist. Es zeugt jedoch nicht von guten Manieren, Orte zu fotografieren, die nicht für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, wie zum Beispiel die Rückseite des Hauptschreins. Deshalb ist es besser, dies zu unterlassen.

 

Das Auto ist das beste Verkehrsmittel um Miyazaki zu erkunden – obwohl auch eine Bahnfahrt entlang der Meeresküste unvergesslich ist!

 

Und worauf sollte man bei Reisen nach Miyazaki besonders achten?

 

Paul: Ja, wenn man ohne Probleme viele verschiedene Orte besichtigen will, ist man mit dem Auto am besten unterwegs. In der Nähe des Flughafens Miyazaki gibt es mehrere Autovermietungen.

 

Aber die Züge sind auch sehr schön - und etwas Besonderes. Der Limited-Express „Umisachi Yamasachi“ der JR Nichinan Linie is besonders nett, da er Holzpaneele (Obi-Zeder) nicht nur für den Innenbereich, sondern auch außen verwendet. Die Fahrt entlang der Meeresküste ist außergewöhnlich schön. Auch eine ganz wunderbare, einzigartige Art sich durchs Land zu bewegen!

 

Expresszug Umisachi Yamasachi

 

 

 

 

Paul: Und man kann ganz beruhigt sein. Die Stadt Miyazaki ist sicher und die Leute sind sehr hilfsbereit. Wir sollten uns aber alle bemühen, die japanische Kultur und Denkweise zu respektieren und damit hoffentlich nichts falsch zu machen. Achten Sie besonders beim Besuch von Schreinen auf die Umgangsformen.

 

Es gibt viele wunderbare Menschen in Japan, wenn auch Gefühle kulturellbedingt nicht immer offen gezeigt werden. Was als unangenehm empfunden wird, variiert von Person zu Person, es ist aber nicht üblich, jemanden direkt mit Vorwürfen zu konfrontieren. Solange man selbstverständliche Verhaltensregeln beachtet, sollte einer angenehmen Reise nichts im Wege stehen.

 

Informationen

Miyazaki | Japanreise | Japanische Fremdenverkehrszentrale

https://www.japan.travel/en/destinations/kyushu/miyazaki/

 

The Official Miyazaki Travel Guide

https://www.kanko-miyazaki.jp/english/

 

Aoshima-Schrein

Adresse: 2-13-1 Aoshima, Miyazaki, Präfektur Miyazaki

Zugang: Etwa 10 Minuten zu Fuß von der Aoshima Station der JR Nichinan Linie 

https://aoshima-jinja.jp

 

Michi-no-Eki Phoenix (Raststätte am Horikiri Pass)

Adresse: 381-1 Miike, Uchiumi, Miyazaki, Präfektur Miyazaki

Zugang: Nur wenige Schritte vom örtlichen Bus- / Straßenbahnhof Phoenix entfernt

http://michinoekiphoenix.jp/

 

Udo-Schrein

Adresse: 3322 Miyaura, Nichinan, Präfektur Miyazaki

Zugang: Etwa 10 Minuten zu Fuß vom örtlichen Bus bzw. Udo-jingu-Schrein

https://www.udojingu.com/

 

Miyazaki-Schrein

Adresse: 2-4-1 Jingu, Miyazaki, Präfektur Miyazaki

Zugang: Etwa 10 Minuten zu Fuß von der JR Miyazaki Jingu Station entfernt

https://miyazakijingu.or.jp/

 

JR Kyushu Expresszug Umisachi Yamasachi

https://www.jrkyushu.co.jp/english/train/umisachiyamasachi.html

 

Dezember 2019