Shoji Ueda Museum of Photography

Betrachten Sie den japanischen Alltag durch die Augen eines renommierten Fotografen

Shoji Ueda betrachtete sich selbst als Amateurfotograf, obwohl er mit seiner Arbeit die japanische Fotokunst neu definierte. 1930 erhielt er seine erste Kamera, und im selben Jahr wurde seine erste Arbeit, eine Fotografie eines Kindes am Strand, bereits veröffentlicht. Sein Œuvre erstreckt sich über die Vor- und Nachkriegsjahre und spiegelt sowohl die gesellschaftlichen Veränderungen als auch den Wandel in der Kunstwelt stilistisch wider. Interessanterweise gab er während des Krieges die Fotografie auf, um nicht erzwungenermaßen als Fotograf für das Militär arbeiten zu müssen. Er liebte die ikonischen Dünen von Tottori. Sie wurden zu einem Leitmotiv in seinem Lebenswerk, ebenso wie die sorgfältige Einbettung menschlicher Protagonisten als surrealistische Elemente seiner Bildkomposition in einer ansonsten realistischen Landschaft.
Das gleichnamige Museum ist sowohl eine Hommage an Ueda als auch ein Ort, der sein Werk bewahrt – ein auffallend brutalistisches Gebäude, das an die Strenge einer Boxkamera erinnert, die als Fremdkörper in der Natur sitzt und auf das richtige Licht für eine Aufnahme wartet. Im Museum befindet sich eine Camera Obscura, die durch ein 675 Kilogramm schweres Objektiv kontinuierlich die sich verändernde Landschaft draußen abbildet. Der von Shin Takamatsu entworfene Hauptausstellungsraum ist in Cluster unterteilt, die einen interessanten Effekt kreieren. Das Museum in Tottori, das die umfassendste Sammlung des Künstlers aufweist und hervorragend kuratiert ist, sollten Sie keinesfalls verpassen.
353-3 Sumura, Houki-cho, Saihaku-gun, Tottori

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