SÉN
Das Bergdorf Tenkawa in der Präfektur Nara gilt als Ursprungsort des Shugendō, einer Form der Bergaskese. Entsprechend ist es nicht ungewöhnlich, weiß gekleidete Praktizierende zu sehen, die auf ihrem Weg zum nahegelegenen heiligen Berg Ōmine im Dorf Station machen.
In dieser zeitlos anmutenden Umgebung liegt das mit einem Michelin-Stern ausgezeichnete Restaurant SÉN versteckt im beschaulichen Ryokan Seseragi no Yado Misenkan, umgeben von Ahornhainen und begleitet vom murmelnden Rauschen klarer Bäche.
Küchenchef Toshiharu Sunayama arbeitete in zwei Michelin-Sternerestaurants in Frankreich (La Grenouillère und Flocons de Sel), bevor er nach Japan zurückkehrte und dort zwei Jahre lang die lokale Geschichte, Kultur und das Terroir von Tenkawa studierte.
Die Lage des Restaurants an der Quelle des Kumano inspiriert die vom Küchenchef vertretene Philosophie der „Flussgebietsküche“, bei der lokaler Verzehr lokaler Produkte zum Erhalt der natürlichen Umwelt und der Esskultur beiträgt. Die Omakase-Menüs basieren auf Gemüse von lokalen Erzeugern und wild wachsenden Pflanzen sowie Fischen aus den Flüssen und Wildbret. Sunayama kocht über Holzfeuer und verwendet dafür durchforstetes Holz, was zur Erhaltung der lokalen Forstwirtschaft beiträgt.
Die zurückhaltende Eleganz und der Blick auf die Ahornbäume verleihen dem Ort das Flair eines geheimen Refugiums. Auf Wunsch können Gäste zudem im behaglichen Ryokan übernachten und in Badewannen mit freier Sicht auf den Bach entspannen.
Umgeben von den Gipfeln des Ōmine-Gebirges und den klaren Wassern des Flusses Kumano eröffnet sich ein exklusives kulinarisches Erlebnis, das Natur, Geschichte und menschliches Ingenium vereint.