Feiertage Tag des Grüns – Ein Feiertag für großartige Japans Natur
Am 4. Mai ist in Japan Feiertag! Und zwar ein ganz besonderer: Der Tag des Grüns (jap. 緑の日, Midori no Hi, manchmal auch Greenery Day auf Englisch). Und es wundert nicht, dass es in Japan einen eigenen Feiertag gibt, um Natur, Pflanzen und die Umwelt zu feiern und zu würdigen. Japan hat von jeher ein besonderes Verhältnis zur Natur und einfach auch so vielfältige und wunderschöne Landschaften und Biotope, die es zu erhalten gilt, dass ein solcher Tag die perfekte Gelegenheit ist, sich ein bisschen mit dem Verhältnis von Mensch und Natur zu beschäftigen – oder auf seiner Reise einige der wunderbaren Nationalparks oder Weltnaturerbestätten zu besuchen.
Ursprünglich war der Tag des Grüns am 29. April
Ursprünglich wurde der Tag des Grüns auf den 29. April gelegt und zwischen 1989 und 2006 auch dann gefeiert. Tatsächlich hatte es einen guten Grund für dieses Datum, denn der Shōwa-Kaiser Hirohito hatte an diesem Tag Geburstag und der Geburtstag des amtierenden Kaisers ist in Japan ebenfalls ein Feiertag. Bis Hirohito 1989 verstarb wurde an diesem Tag deshalb der Kaisergeburtstag gefeiert und in seinem Todesjahr wurde er zum „Tag des Grüns“ umbenannt, um den Tag als Feiertag zu behalten – der auch den Anfang der sogenannten Goldenen Woche bildete. Die arbeitende Bevölkerung in Japan nutzte zu diesem Zeitpunkt die Goldene Woche (eine Phase, in der mehrere Feiertage kurz aufeinander folgen), um frei zu nehmen und in Japan zu reisen. Der Geburtstag des neuen Kaisers war nun aber nicht am 29. April sondern am 23. Dezember – als weit weg von den Mai Feiertagen wie dem Kindertag und dem Verfassungsgedenk-Tag. Man erinnerte deshalb mit dem Tag des Grüns an die bekannte Liebe zur Natur des Shōwa-Kaisers und sein Engagement für den Umweltschutz. Unter anderem hatte der Kaiser sich mit Meeresbiologie beschäftigt und dazu auch wissenschaftliche Arbeiten verfasst und organisierte immer wieder auch Baumpflanzungen.
Im Jahr 2007 änderte die japanische Regierung das Gesetz über die nationalen Feiertage, benannte den 29. April in Erinnerung an den Kaiser, dessen Geburtstag hier ja eigentlich gefeiert wurde, in „Shōwa-Tag“ (昭和の日, Shōwa no Hi) um und verlegte den „Tag des Grüns“ auf den 4. Mai, sodass er zwischen dem Verfassungsgedenktag und dem japanischen Kindertag liegt. Diese Änderung sollte eine klarere Unterscheidung zwischen der Ehrung der Regierungszeit von Kaiser Shōwa und der Feier der Natur sowie des Umweltbewusstseins ermöglichen – und verankerte auch die Goldene Woche neuerlich im Feiertagssystem.
Was macht man am Tag des Grüns in Japan?
Viele Einrichtungen in ganz Japan bieten an diesem Tag freien Eintritt an, darunter Nationalparks, Zoos, Aquarien und botanische Gärten. Daher verbringen Familien und Paare den Tag oft mit Picknicks oder der Beobachtung der Natur oder mit Wanderungen. In einigen Regionen verteilen die Kommunalverwaltungen kostenlos Blumensamen oder Setzlinge oder veranstalten Baumpflanzaktionen.
Der 4. Mai fällt wie gesagt wegen der Goldenen Woche in eine Zeit des hohen Reiseaufkommens. Viele Menschen nutzen die Frühlingstemperaturen, um sich inmitten der üppigen Frühlingsvegetation, die zu dieser Zeit häufig auch mit der landesweiten Kirschblüte besonders schön ist, zu erholen. Die Sehenswürdigkeiten Hotspots in Tokyo und besonders Kyoto sind zu dieser Zeit sehr voll. Umso mehr ein Grund sich auch einmal in andere Regionen zu wagen!
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