Feiertage Der Tag des Meeres – ein Inselreich ehrt den Ozean mit diesem japanischen Feiertag
Etwas kurios klingt es vielleicht im ersten Moment, wenn man hört, dass es in Japan einen Feiertag Namens „Tag des Meeres“ gibt. Aber wenn man darüber nachdenkt, ist es doch sogar sehr passend. Japan, das ist ein Land in der Mitte des Ozeans, ein Land das aus Inseln besteht. Die japanischen Hauptinseln Honshu, Hokkaido, Kyushu und Shikoku erkennt man auf jeder Karte ohne Probleme, auch die Inselpräfektur Okinawa ist vielen bekannt, aber Japan, das sind mehr als 14000 Inseln.
Das Meer bestimmt das Leben und hat die Gesellschaft und Geschichte hier stark mitgeprägt. Spezialitäten wie Sushi sind weltweit bekannt – und nur ein Beispiel für die Art wie Sea Food und Fischereikultur hier auch den Speiseplan geprägt haben. In der japanischen Religion des Shintoismus findet man immer wieder Rituale, die der Verehrung und Besänftigung von Meeresgöttern gewidmet sind, um Katastrophen wie Tsunamis zu vermeiden oder einen guten Fang zu garantieren. Ein Beispiel für einen Schrein der Meeresgöttinen gewidmet ist, ist der nach Ebbe und Flut ausgerichtete Itsukushima-Schrein auf Miyajima vor Hiroshima.
Überrascht es da noch wirklich, dass das Meer hier einen eigenen Feiertag gewidmet bekommt?
Wann ist der „Tag des Meeres“?
Der japanische Feiertag „Tag des Meeres“ (jap. Umi no Hi, 海の日) wird immer am dritten Montag im Juli gefeiert. Als Gedenktag existierte der Meeres-Tag schon seit 1941, um als „Gedenktag des Meeres“ (jap. Umi no Kinenbi, 海の記念日) an die Reise des Meji-Kaisers an Bord des Dampfschiffes „Meiji Maru“ im Jahr 1876 zu erinnern. Erst 1996 wurde er als auf den 20. Juli fallender, landesweiter Feiertag eingeführt, um die lange feiertaglose Sommerzeit etwas aufzulockern. 2003 wurde er dann schließlich auf den dritten Montag im Juli gelegt, so dass er immer ein langes Wochenende erlaubt.
Was macht man in Japan am „Tag des Meeres“?
Wie der Name es vermuten lässt, sollte an diesem Tag über die Bedeutung des Meeres für das Leben der japanischen Bevölkerung reflektiert werden. Familien nutzen den Feiertag zu Ausflügen an die vielen japanischen Strände. Städte, Gemeinden, Schulen, Naturschutzorganisationen bieten an diesem Tag häufig Informationen und Bildungsaktivitäten an oder organisieren Strandreinigungen an oder organisieren Wettbewerbe für Wassersportarten. Am Meer gelegene Städte organisieren Feste und Matsuri und einige Hafenstädten wie Yokohama und Kobe veranstalten Schiffsparaden.
Es lohnt sich also auf der Japanreise an diesem Tag einen Aufenthalt am Meer oder in Hafenstädten einzuplanen oder den Schrein eines Meeresgottes zu besuchen – den bestimmt passiert hier heute etwas Besonderes.
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- Kanzaki-jinja-Schrein
- Okinoshima-Park
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Oder wie wäre es mit einem Onsen-Bad direkt am Meer, wie z.B. dem Shirahama Onsen oder einer Fahrradtour übers Meer?