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Feiertage Der Showa-Tag – Anfang der Goldenen Woche und Gedenktag für einen japanischen Kaiser

Am. 29. April ist in Japan ein besonderer Feiertag, der an einen japanischen Kaiser der Neuzeit erinnert – und der den Beginn einer der wichtigsten Urlaubszeiten für japanische Angestellte, der Golden Week.

 

Kaiser Hirohito, der Shōwa-Kaiser

 

Shōwa (jap. Shōwa -jidai,昭和時代) wird die Periode genannt, in der Kaiser Hirohito von 1926 bis zum 7. Januar 1989 im Amt war. Die Bezeichnung Shōwa bezieht sich dabei auf die Regierungsdevise (Nengō) des Kaisers Hirohito. Diese Regierungsdevise wird in der japanischen Zeitrechnung auch für die Jahresangabe während der Regierungszeit eines Kaisers genutzt.

 

Kaiser Hirohito, posthum meistens als Shōwa-Kaiser bezeichnet, regierte nicht nur 63 Jahre lang, sondern auch in einer Zeit der Turbulenzen, in der tiefgreifender Veränderungen Japan prägten. Seine Regierungszeit war geprägt von politischen Umwälzungen, dem 2. Weltkrieg und einem bemerkenswerten Wiederaufstieg Japans, der Japan von einem militaristischen Imperium zu einer wirtschaftlichen Supermacht machte – und fasst damit fast die gesamte Geschichte, die das moderne Japan prägte und formte in eine Periode. Als der am längsten regierende Monarch in der japanischen Geschichte sind Hirohitos Leben und Vermächtnis weiterhin Gegenstand von Bewunderung, Kritik, Debatte und Reflexion.

 

Nach den Kriegsjahren, die mit den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki, endeten , brachte die Showa-Zeit mit aber ein neues Lebensgefühl und neuen Optimismus, die einen eigenen Stil prägten. Die Showa-Zeit sah einen wahren Food-Boom, der die Essgewohnheiten Japans grundlegend veränderte, indem er rasante industrielle Innovationen mit liebevoll „japanisiertem“ westlichem Hausmannskost verband. In dieser Zeit kamen kulinarische Errungenschaften wie Instant-Ramen und Cup Noodles auf den Markt, die heute jeder kennt und denen in Japan heute Museen gewidmet sind. Gleichzeitig kamen japanisierte westliche Gerichte auf und Kult-Snacks wie die mit Schokolade überzogenen Pocky-Stäbchen kamen auf den Markt, die heute in zahlreichen Geschmacksrichtungen im Conbini-Supermarkt warten und bei Touristen als Mitbringsel beliebt sind. Heute verbindet man mit der Zeit auch eine ganz besondere Nostalgie, die man auch heute noch an Orten wie Shinjuku Golden Gai, Yanaka, Shinsekai und kleine Gassen wie Harmonica Yokocho in Tokyo noch erfühlen kann, wo sich seit damals kaum etwas verändert hat. Neonbeleuchtete Ausgehviertel, enge Gassen, Cafés der alten Schule und lokale Einkaufsstraßen prägten das Bild, Jazz wurde beliebt und Musikbars wurden eröffnet.

 

Geschichte des Feiertags

 

Während seiner Regierungsperiode des Showa-Kaisers war der 29. April ein Feiertag, denn dieser Tag war der Geburtstag des Kaisers und dieser ist immer ein Feiertag für das ganze Land. 1989 verstarb der Kaiser und um den Feiertag beizubehalten wurde er kurzerhand zum Tag des Grüns erklärt (der heute am 4. Mai begangen wird). Damit sollte das Interesse des Kaisers an Natur und Umweltschutz gewürdigt werden.

 

Da aber jüngere Generationen den Zusammenhang nicht mehr so stark im Gedächtnis hielten wurde der Tag des Grüns 2007 auf den 4. Mai verlegt - zwischen dem Tag der Verfassung am 3. Mai und dem Tag des Kindes am 5. Mai – und der 29. April wurde zum Showa-Tag.

 

Wichtig ist er in Japan gerade für Touristen vor allem als Beginn der japanischen Urlaubszeit und Hauptsaison – eigentlich keine ideale Zeit, um gerade Hauptsehenswürdigkeiten in Kyoto zu besuchen, aber vielleicht ein guter Grund, um sich Sehenswürdigkeiten zu suchen, die die Periode der Showa-Zeit etwas näher bringen.

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