8-Tage Tokyo und Umgebung

Reiseroutenvorschlag: Tokyo und Umgebung erkunden

In einer Woche in Tokyo kann man Japans Hauptstadt schon ein bisschen kennenlernen und bekommt auf Tagesausflügen auch noch mehr Eindrücke vom Land.

 

Tag 1: Anreise

Japanflüge von Europa fliegen meistens über Nacht: Japan-Direktflüge starten am Nachmittag aus Deutschland, Stopover-Flüge meist noch etwas früher, und kommen am Morgen oder Vormittag des darauffolgenden Tages erst in Japan an.

 

Tag 2: Ankunft in Tokyo

Beide Tokyoter Flughäfen – Haneda und Narita – sind mit dem Zug gut ans Stadtzentrum angebunden; außerdem fahren Direktbusse die größeren Hotels an.

 

Nach dem Einchecken sollte meist noch Zeit sein für erste Erkundungen in der Umgebung.

 

Eine gute Einstimmung auf die Tokyo-Reise ist Tokyos Edelshoppingmeile Omotesando mit toller Gegenwartsarchitektur, Boutiquen und vielen Cafés. Die verkehrsberuhigte Gasse Takeshita-dori zieht ein sehr junges Publikum an – hier ist man richtig für Manga- und Cosplay-Kultur.

 

 

Der Bahnhof Shibuya ist nur eine Bahnstation entfernt – gleich neben der berühmten Statue des treuen Hundes Hachiko ist die "weltweit belebteste Fußgängerkreuzung", Shibuya Crossing. Und ringsum brummt das Leben in den zahlreichen Restaurants und Kneipen.

 

Tag 3: Tokyo-Klassiker

  1. Morgens fahren Sie als erstes zum Tokyo Skytree, dem 634 m hohen Fernsehturm. Von den Plattformen auf 350 m oder 450 m Höhe ist ganz Tokyo zu sehen – aber kein Ende des Häusermeers. In dem riesigen Einkaufszentrum unter dem Turm kann man sich verlaufen, aber gehen Sie für die Mittagspause lieber über den Fluss zum Tempelbezirk Asakusa (30 Min. Fußweg). Um Tokyos bedeutendsten Tempel, den Asakusa-dera, erstrecken sich die traditionelle Gassen der alten "Unterstadt": Imbissstände, Restaurants und Traditions- und Souvenirgeschäfte.

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  2. Von Asakusa starten Bootsfahrten entlang des Sumida-Flusses bis Odaiba. Fahren Sie mit bis Hamarikyu-en – mitten im Hochhausviertel des neuen Hafen-Developments ist hier ein Fürstengarten aus der Samurai-Zeit erhalten! Zu Fuß geht es dann weiter bis auf die Ginza, in das berühmte Einkaufsviertel mit alteingesessenen Fachgeschäften und supermoderner Architektur.

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  4. Zum Abendessen und fürs Tokyoter Nachtleben begeben Sie sich heute in den Stadtteil Roppongi.

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  6. Tipp: Die City View Plattform im 52. Stock des Mori-Gebäudes (und das zugehörige Kunstmuseum) sind bis 22 Uhr geöffnet.

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Tag 4: Tokyo erkunden

Vormittags geht es auf den Tsukiji Außenmarkt – der berühmte Fischmarkt von Tokyo ist zwar auf die Hafeninsel Toyosu gezogen, aber der äußere Bereich mit den Einzelhandels-Fischgeschäften bleibt in Tsukiji bestehen – kulinarisch aufgeschlossene Japanreisende gehen hier zum Frühstück in eins der vielen Fischlokale! Die U-Bahn Oedo-sen führt auf die andere Seite des Sumida-Flusses, nach Ryogoku: In Japan besonders als Schauplatz der Sumo-Turniere bekannt, denn hier ist die große Sumo-Turnierhalle mit Sumo-Museum. Vielleicht sehen Sie in den Gassen auch mal einen der schwergewichtigen Ringer, denn viele Trainings-Dojo befinden sich ebenfalls in Ryogoku.

 

 

Ein touristisches Highlight ist aber das Edo-Tokyo-Museum in einem futuristischen Bau – nachgestellte Straßenszenen lassen das alte Edo der Samurai-Zeit wieder auferstehen!

 

Kunstliebhaber zieht es anschließend noch ins Hokusai-Museum gleich nebenan, dessen spektakulärer Bau von dem Architektenduo SANAA stammt. Innen gibt es Infos zu Hokusais Leben und Schaffen, zu Holzschnitten im Allgemeinen und natürlich auch reichlich originale Hokusai-Holzschnitte.

 

Nur 2 Stationen entfernt glitzert das Elektronikviertel Akihabara: Ob auf der Suche nach dem letzten Schrei bei IT und Unterhaltungselektronik oder mit Otaku-Kultur und Maidcafés, hier vergeht die Zeit schnell.

 

Tag 5: Tagesausflug nach Nikko

  1. Zu den spektakulären UNESCO-Welterbestätten von Nikko fährt kostengünstig und schnell die Privatbahn Tobu (Direktzug von Asakusa bis Nikko knapp 2 Stunden), und im Zweitagespass von Tobu sind auch die Busse vor Ort in Nikko enthalten.

 

Toshogu-Schrein

 

  1. Hauptsehenswürdigkeit ist die Mausoleumsanlage Toshogu für Tokugawa Ieyasu, den wohl größten Shogun von Japan. Die Besichtigung erfordert locker 2 Stunden, denn das Gelände ist weitläufig und alle Gebäude sind üppig mit aufwändigen, farbigen Schnitzereien verziert. In der näheren Umgebung lockt außerdem der Besuch des Rinnoji-Tempels und des Mausoleums für Ieyasus Enkel, Tokugawa Iemitsu (das Taiyuin).

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  3. Alternativ lohnt es sich vor allem im Herbst, gleich nach dem Toshogu-Besuch mit dem Bus über die 48 Kehren der Bergstraße Irohazaka auf ein nahes Hochplateau und zum See Chuzenji-ko hinaufzufahren (ca. 1 Std.). Die dortige Laubfärbung in Kombination mit der Seelandschaft und den hohen Bergen ist in ganz Japan bekannt. Wer noch nicht Sightseeing-müde ist, kann den Chuzenji-Tempel und den Kegon-Wasserfall besichtigen.

  4.  

Tag 6: Tagesausflug zum Fuji-san (Hakone Loop)

Die schnellste und eine relativ unkompizlierte Möglichkeit, den heiligen Berg Fuji-san auf der Japanreise unterzubringen, ist als Tagesausflug von Tokyo auf dem sogenannten Hakone Loop - einer Rundtour mit verschiedenen Verkehrsmitteln.

 

 

Der Hakone Free Pass der Privatbahnline Odakyu ist zwei Tage lang gültig und beinhaltet die Anfahrt von Shinjuku sowie alle Verkehrsmittel vor Ort: Von Shinjuku geht es nach Odawara, dann mit einem Lokalzug das Tal hinauf bis Gora, mit der Zahnradbahn durch den Ort zur Bergstation Sounzan und in die Seilbahn: Von hier bietet sich (hoffentlich) der perfekte Blick auf den Fuji-san. In Owakudani steigen aus Erdspalten schwefelige Dämpfe auf und in dem heißen Quellwasser werden angeblich lebensverlängernde Eier gekocht. Die Seilbahn fährt weiter bis zum Ashi-See, und auch während der Schiffstour über den Ashi-See bis Moto-Hakone ist der Fuji-san wunderbar zu sehen (jedenfalls bei gutem Wetter...). Zurück geht es von Moto-Hakone mit dem Bus bis Odawara. Vielleicht ist auch noch Zeit für einen Halt in Hakone Yumoto für ein heißes Bad im Onsen.

 

Zurück in Tokyo kommt man wieder im Bahnhof von Shinjuku an, dem größten Pendlerbahnhof der Welt, durch den täglich etwa 5 Millionen Menschen gehen. In der Nähe befindet sich das Hochhausviertel Nishi-Shinjuku mit dem 45-stöckigen städtischen Rathaus (Gratis-Aussichtsplattform). Abends geht es im Vergnügungsviertel Kabuki-cho auf der anderen Seite der Bahngleise hoch her.

 

Tag 7: Tagesausflug nach Kamakura

Mehrere Bahnlinien führen von Tokyo aus nach Kamakura, eine Kleinstadt, die im 13. Jh. Regierungssitz und wohl eine der größten Städte der Welt war (circa 1 Std. Fahrt).

 

Die wohl bekannteste Sehenswürdigkeit in Kamakura ist der Große Buddha, eine im Freien sitzende monumentale Buddhastatue aus Bronze. Von dort läuft man in circa 10 Minuten zu Fuß zum Tempel Hase-dera, der über mehrere Etagen an einen Berghang gebaut ist. Kamakura ist heute ein nettes historisches Städtchen mit Strand und internationalem Flair, zum Bummeln und für die Mittagspause ist man in der Komachi-dori-Straße genau richtig.

 

Nachmittags geht es in den Norden der Stadt nach Kita-Kamakura, denn hier stehen gleich mehrere der größten, ältesten und berühmtesten Zen-Tempel Japans. Wer keine Tempel mehr sehen mag, kann stattdessen auch über Yokohama zurückfahren und dort z. B. das Nudelmuseum besichtigen: der Erfinder der Cup-Ramen kam nämlich aus Yokohama!

 

Wollen Sie abends noch auf die wunderbare Tokyo-Reise anstoßen? Dann gehen Sie doch in die aus "Lost in Translation" berühmte Bar im 52. Stock des Hyatt-Hotels in Shinjuku.

 

Tag 8: Abreise

Das Tokyo-Programm lässt sich gut mit einer weiteren Japanreise in andere Landesteile verbinden. Wenn Sie zurückfliegen nach Deutschland: Nehmen Sie mit sperrigem Koffer und/oder zur Rush-Hour lieber den Flughafenbus. Wegen der Zeitverschiebung ist man oft schon am selben Abend wieder in Deutschland!

 

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