Guide Öffentliche Verkehrsmittel in Tokyo

Mit Bus & Bahn quer durch Tokyo und Umgebung

 

Auf den ersten Blick mag Japan Reisenden die Fortbewegung mit öffentlichen Verkehrsmitteln in der japanischen Megametropole nicht sehr übersichtlich erscheinen. Bei genauem Hinsehen fällt jedoch schnell auf, dass das Nahverkehrssystem Tokyos zu den wohl am besten organisierten und effizientesten der Welt gehört. Das gut durchdachte öffentliche Verkehrsnetz der japanischen Hauptstadt ist auch für Touristen leicht zu durchschauen, hat man sich einen ersten Überblick über die verschiedenen Verkehrsmittel- und Ticketoptionen verschafft.

 

 

Der Reisenden liebstes Verkehrsmittel: Die Bahn


Generell gilt in Tokyo: Die U-Bahn ist als zumeist günstigste und schnellste Fortbewegungsart das wohl praktischste Verkehrsmittel, um sich quer durch die weitläufige Tokyoter Metropolregion zu bewegen. Als meistgenutztes Ubahn System weltweit ist das gigantische Bahnnetz von Tokyo mit seinen vielen Linien zudem äußerst gut organisiert und besonders für Japan Reisende sehr praktisch, denn es bietet Besuchern, die der japanischen Sprache nicht mächtig sind, mehrsprachige Beschilderungen und viele hilfreiche Hinweise, um sich im japanischen Großstadtdschungel zurechtzufinden. Das U-Bahn-System wird von den beiden Verkehrsgesellschaften Tokyo Metro und Toei Subway betrieben. Auch wenn es hier zwei Anbieter gibt, funktioniert das System als nahtloses Ganzes, sodass man sich keine Gedanken darüber machen müssen, ob man beim Umsteigen auch den Betreiber wechselt. Neben der Metro führen auch oberirdische Züge schnell ans Ziel in Tokyo. Diese werden von der Verkehrsgesellschaft Japan Railways (JR) betrieben, dazu kommen verschiedene private Bahnlinien, die sich über den Großraum Tokyo hinaus erstrecken.

 

 

Vom Japan Sightseeing bis zur Weiterreise: Die wichtigsten Bahnlinien


Im ausgedehnten Bahnnetz Tokyos kann man so gut wie jede Ecke der Stadt bequem und schnell erreichen - ideal zum Sightseeing. Reisende sollten sich vor allem die Yamanote Line merken, eine der wichtigsten Linien der Stadt. Sie fährt im Loop rund um Tokyos Zentrum, hält an den größten Bahnhöfen der Stadt und bringt Reisende zum Flughafen Haneda. Wichtige Highlights erreicht man zudem über die Oedo Line, die die wichtigen Viertel Aoyama, Roppongi und Shinjuku verbindet, sowie die Asakusa Line, die Reisende nach Ost Ginza, Nihonbashi, Asakusa und zum Tokyo Skytree bringt. Schöne Eindrücke verschafft aber auch die Yurikamome Linie, auf ihrer Fahrt über die Rainbrow Bridge und rund um die künstliche Insel Odaiba.

 

Tipps zum Bahnfahren in Tokyo:

  • In der Schlange immer hintereinander anstellen
  • Für entspanntes Fahren die berüchtigte Rush Hour vermeiden
  • Praktische Markierungen am Gleis zeigen spezielle Frauenwagen, Flächen für Kinderwägen und Rollstühle, den Einstiegsbereich usw. an
  • Bei hoher Auslastung der Züge Rucksäcke und Taschen abziehen und vorne am Bauch tragen oder in Ablagen verstauen
  • Bei Fahrt mit einfachem Ticket dieses unbedingt bis zum Fahrtende aufbewahren, da man sonst nicht durch die Ausgangsschranken kommt
  • Bei Unsicherheit beim Ticketpreis einfach das günstigste Ticket kaufen und am Zielort gegebenenfalls nachzahlen – dafür gibt es Fahrpreisregulierungsautomaten neben den Ticket-Gates

 

Die Qual der Wahl - Weitere Verkehrsmittel in Tokyo


Neben Bahnen haben Besucher der japanischen Hauptstadt auch die Möglichkeit, viele andere öffentliche Verkehrsmittel zur Fortbewegung zu nutzen, zum Beispiel Busse. Diese fahren länger und langsamer als die Bahn, sind aber ein gutes Fortbewegungsmittel, um in entlegenere Gebiete außerhalb des Zentrums zu gelangen, wie etwa für einen Tagesausflug zum Wandern. In Tokyo verkehren die Busse übrigens nicht nur auf der Straße, sondern auch auf dem Wasser. Die Wasserbus Linien Sumidagawa River Line, Asakusa-Odaiba Direct Line, Odaiba Line und Tokyo Mizube Line machen es möglich, die eindrucksvolle Tokyo Skyline aus neuen Perspektiven zu bewundern. Sie verkehren rund um die Gewässer der Bucht Tokyos und bieten sowohl von futuristischen als auch traditionellen Booten aus atemberaubende Aussichten, mehrere Aus- und Zustiegspunkte und Gelegenheit zur ausgiebigen Besichtigungsfahrt.

 

Tokyo auf vier Rädern erkunden: Taxis und Mietwagen


Taxis stellen nicht unbedingt die budgetfreundlichste Möglichkeit zur Erkundung Tokyos dar. Wer dennoch lieber direkt und individuell zum Ziel gebracht werden möchte, wird in der japanischen Hauptstadt niemals lange auf der Suche nach einem freien Taxi sein. Für Tokyo Reisende hilfreich: Immer mehr Taxis besitzen englischsprachige Anzeigen, die angeben, ob ein Wagen verfügbar oder belegt ist. Da nicht alle Taxifahrer Englisch sprechen, ist es dennoch ratsam, das Fahrtziel in japanischer Schrift vorzeigen zu können und so eventuelle Sprachbarrieren zu umgehen. Mehr zu Taxis und Fahrpreisen.

 

Ginkobäume und Taxis in Tokyo

 

Die japanische Metropole auf eigene Faust mit dem Auto zu erkunden ist ebenfalls möglich, aufgrund des vortrefflichen Nahverkehrssystems in Tokyo selbst jedoch eher überflüssig. Für abgelegene Ausflugsziele außerhalb Tokyos und eine Japan Rundreise bietet sich ein Mietwagen schon eher an. Aber Achtung: in Japan herrscht Linksverkehr und es können Autobahngebühren anfallen. Autofahrer aus Deutschland und der Schweiz benötigen zudem eine Führerscheinübersetzung!

 

Welches Ticket für Tokyo?

 

Hat man sich einen Überblick über das Verkehrsnetz in Tokyo verschafft und ein Verkehrsmittel gewählt, stellt sich nur noch die Frage, welche Tickets und Angebote für diese gelten. Natürlich kann man einfach Einzelfahrkarten erwerben. Dies stellt jedoch häufig die teuerste Variante dar, besonders da der Umstieg zwischen mehreren Linien kostspielig werden kann. Eine kostengünstigere Option, um Tokyo zu erkunden, sind Vergünstigungs- und Zeitkarten.

 

 

Die Allrounder: Pasmo und Suica


Die wohl einfachste und populärste Ticketoption zum Erkunden Tokyos sind die aufladbaren Chipkarten Pasmo und Suica. Sie stammen von verschiedenen Anbietern, ermöglichen aber auf gleiche Weise das ticketlose Fahren in den meisten Zügen und Bussen der Stadt – und darüber hinaus in ganz Japan. Ein weiterer Pluspunkt der Karten: Sie funktionieren auch zum Einkaufen in einigen Geschäften, wie im Konbini. Touristen sollten jedoch beachten, dass sie nicht für Shinkansen gelten. Die Karten lassen sich sowohl im Internet, als auch vor Ort an Schaltern und Automaten erwerben, zusätzlich gibt es eine Suica App. Hierbei steht Besuchern offen, ob sie die reguläre Karte oder Touristenversionen, die für 28 Tage gültig sind, erwerben möchten. Weitere Zeitkarten, wie der Tokyo Metro Pass, gelten zumeist nur für einzelne Linien oder Verkehrsmittel, weshalb Suica und Pasmo die beste Option zum ausgiebigen Erkunden der Metropole darstellen.

 

Langstreckenkünstler: Der JR Rail Pass


Der JR Rail Pass wird sehr gerne auf der Japan Reise genutzt, denn er gilt für alle JR-Züge inklusive der meisten Shinkansen. Perfekt, um Japan zu erkunden und große Strecken über die japanischen Inseln hinweg komfortabel hinter sich zu legen. In Tokyo gilt der JR Pass für die Tokyo Monorail und den Narita Express, mit denen man die Flughäfen Haneda und Narita schnell erreicht und JR-Linien wie die Yamanote Ring-Linie, die alle wichtigen Stadtteile verbindet. Das U-Bahnnetz und die meisten anderen Verkehrsdienste Tokyos gehören jedoch nicht zum Geltungsbereich des JR Rail Passes. Daher lohnt sich der JR Pass eher für die Anreise nach Tokyo und Langstreckenverbindungen in andere japanische Städte als zum Bewegen durch die Hauptstadt.

 

Mehr zu möglichen Ticketoptionen für Tokyo findet ihr hier.

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