Reisetipp Karaoke in Japan So klappts mit dem Singen auf der Japanreise!

Karaoke singen auf der Japanreise? Kein Problem!

 

Eine Karaoke-Bar, oh Schreck! In einer schummrigen Kneipe allein mit dem Mikro auf der Bühne stehen und vor fremden Leuten singen? So kennt man Karaoke hier. Doch keine Angst: in Japan, dem Heimatland des Karaoke, funktioniert das Singen zur Musik vom Band anders. Es ist ein Riesenspaß, den man mit Freunden (oder sogar alleine) auf der Japanreise einfach mal ausprobieren kann, ganz ohne Angst, sich zu blamieren.

 

Karaoke (in japanischen Schriftzeichen カラオケ) heißt so viel wie "leeres Orchester" (kara = leer, oke(stra) = Abkürzung für Orchester): d.h. nur die Begleitmusik kommt vom Band, ohne Gesang. Der Text wird gleichzeitig auf einem Bildschirm eingeblendet und passend zur Musik immer die Stelle farbig markiert, die man gerade singen sollte. Man wählt also ein passendes Lied aus – so ganz textsicher muss man nicht einmal sein – und dann heißt es mitsingen, so gut es eben geht.

 

Singen in der Karaoke-Box

 

In Japan singt man Karaoke weniger in schummrigen Bars (das gibt es auch), sondern in speziellen Karaoke-Komplexen (karaoke-kan), in denen man ein schallisoliertes Zimmer mit Musikanlage mietet, die Karaoke-Box. Je nach Gruppengröße stehen verschieden große Zimmer zur Auswahl.

 

Bevor es losgeht, meldet man sich an der Rezeption an. Bei vielen Karaoke-Anbietern muss man Mitglied werden, bevor man singen darf (in der Regel kostenlos). Man erhält dann eine Mitgliedskarte, bei den großen Ketten ist diese in allen Filialen gültig.

 

Karaokekan in Tokyo

 

Wie teuer ist Karaoke in Japan?

 

Die Karaoke-Box muss fast immer für mindestens eine Stunde gemietet werden. Bezahlt wird pro Person. Tagsüber sind die Tarife in der Regel günstiger als abends. Je nach Etablissement kann es unterschiedliche Paketpreise geben, z. B. 1 Stunde singen inklusive Softdrinks oder auch Alkohol oder sogar inklusive kleiner Snacks. Andere Firmen werben mit kostenlosen Snacks zu bestimmten Uhrzeiten. Beim ersten Mal empfiehlt es sich aber, einfach pro Person zu bezahlen, meistens ist dann zusätzlich ein Getränk verpflichtend. Die Gesamtkosten pro Person belaufen sich dann je nach Tageszeit und Anbieter für eine Stunde Singen plus obligatorisches Getränk auf etwa 800 Yen (wochentags am frühen Nachmittag in einer Kleinstadt) bis 2500 Yen (am Wochenende abends in einem Ausgehviertel in Osaka oder Tokyo).

 

Rezeption im Karaoke-Club

 

Übrigens gehen Japaner auch durchaus alleine zum Karaoke-Singen, um sich zu entspannen oder zu üben.

 

Wir funktioniert Karaoke in Japan?

 

In der Karaoke-Box sitzt man meist auf Sofas an einem niedrigen Couchtisch. Manche Boxen haben eine Discokugel, die sich über einen Schalter am Eingang einschalten lässt. Die Touchpads liegen meist schon auf den Tisch, die Mikrofone (die nach jedem Gebrauch desinfiziert werden) sind in der Nähe der Karaoke-Maschine.

Am besten bestellt man zuerst Getränke. Oft gibt es hierfür ebenfalls ein Touchpad, schneller geht es über das Haustelefon, jedenfalls wenn die Kommunikation unproblematisch war. Dann wendet man sich der Auswahl der Lieder zu.

 

In der Karaoke-Box

 

Die Eingabe der Lieder funktioniert über ein Touchpad, dessen Bedienungssprache auch auf Englisch umgeschaltet werden kann. Man kann entweder ein bestimmtes Lied suchen (wenn man schon eines im Sinn hat) oder nach Bands bzw. Sängern/ Sängerinnen. Mit „request“ wird das Lied dann auf eine Playlist gesetzt. Lieder lassen sich per Touchpad auch abbrechen, z. B. weil sie sich als zu schwer zum Singen herausstellen, oder mit „Cut in“ auf der Playlist nach oben schieben.

 

Bezahlen

 

Zehn Minuten vor Ablauf der vereinbarten Zeit klingelt das Haustelefon, dann kann man entweder verlängern oder noch 1-2 Lieder singen. Bezahlt wird beim Verlassen der Karaoke-kan am Tresen, seltener an einer Maschine.

 

Tipps

 

Am besten sollte man sich schon vorher einige Lieder überlegen und vielleicht mal ausprobieren. Vieles ist schwieriger zu singen, als man denkt! Vor allem in den größeren Karaoke-Komplexen gibt es auch Kostüme und Schellen oder Rasseln auszuleihen (gegen eine kleine zusätzliche Gebühr).

 

Große Karaoke-Ketten, die es in fast allen Städten gibt

 

Big Echo

Jankara

Joysound

Karaokekan

Karaoke Maneki-neko

 

Viele touristisch interssante Orte und Themenrestaurants bieten ebenfalls Karoke an, wie z.B. das Kawaii Monster Café in Harajuku.

 

Unser Reisetipp: Das Karaokekan in Tokyo war einer der Drehorte in Sofia Copollas Film Lost in Translation und ist der perfekte Spot für eine Night Out in Tokyo.