Gifu Castle

GIFU Gifu (Stadt) Eine kompakte, moderne Stadt, bekannt für raffiniertes Kunsthandwerk und eine bewegte, von Gewalt geprägte Geschichte

Eine kompakte, moderne Stadt, bekannt für raffiniertes Kunsthandwerk und eine bewegte, von Gewalt geprägte Geschichte

Die Präfektur Gifu und ihre gleichnamige Hauptstadt sind sowohl aus geographischer als auch historischer Sicht das Zentrum Japans. Die Stadt spielte eine Schlüsselrolle bei der Vereinigung Japans und blickt auf eine bewegte Geschichte zurück.

Nicht verpassen

  • Den Berg Kinka zu erklimmen oder mit der Seilbahn zur Burg Gifu hinauf zu fahren
  • Berühmte lokale Töpferarbeiten einzukaufen oder in Tajimi selbst zu töpfern
  • Die Stromschnellen des „japanischen Rheins“ zu durchqueren
  • In Sekigahara am Historienspiel teilzunehmen, das die Schlacht nachstellt, die zur Vereinigung Japans führte

Anfahrt

Der Bahnhof Gifu ist ca. 30 Minuten von Nagoya entfernt. Von dort aus gibt es Züge und Busse in alle Teile der Präfektur.

Gifu-Hashima ist ein Bahnhof auf der Tokaido Shinkansen Line zwischen Nagoya und Maibara. Der angrenzende Bahnhof Gifu-Hashima Meitetsu ist mit dem Bahnhof Gifu Meitetsu verbunden und nur fünf Gehminuten vom Bahnhof Gifu entfernt.

Eine imposante Burg

Hoch auf dem Berg Kinka am Ufer des Flusses Nagaragawa liegt die Burg Gifu , einer der beeindruckendsten Aussichtspunkte in Japan. Sie wurde auf Grundlage der Originalpläne aus dem 16. Jahrhundert rekonstruiert. Zu Fuß kann man die Burg in etwa einer Stunde erreichen, mit der Seilbahn dauert es nur ein paar Minuten. Am Fuß des Berges gibt es zahlreiche Schreine, Tempel und Museen.

Der große Buddha des Shoho-ji-Tempels

Im 19. Jahrhundert wurde eine 14 Meter hohe Buddhastatue gebaut, um der Opfer von Erdbeben und der daraus resultierenden Krankheiten zu gedenken. Der Buddha und der Tempel, der ihn beherbergt, sind vergleichbar mit den großen Buddhas von Nara und Kamakura und befinden sich ganz in der Nähe vom Berg Kinka und der Burg Gifu .

Tauchen fürs Abendessen

Beim Ukai-Fischen, einer jahrhundertealten Tradition, lassen einheimische Meisterfischer Kormorane nach Fischen tauchen, die dann von den Vögeln ins Boot geworfen werden. Jeder achte Fisch ist die Belohnung für den Kormoran.

Das Ukai-Fischen findet nachts im Schein von Fackeln statt. Sie können dabei von Booten aus zusehen, die sich an der Seite der Fischerboote halten. Auf einigen Boote wird dabei auch Essen serviert.

Meistern Sie die Stromschnellen des Flusses Kiso

Wer Nervenkitzel auf dem Wasser mag, kann die Stromschnellen des Flusses Kiso testen. Wegen seiner Ähnlichkeit mit seinem deutschen Gegenstück wird der Kiso auch als japanischer Rhein bezeichnet.

Busse von Inuyama oder vom Bahnhof Nihon Rhine Imawatari aus bringen die Passagiere zum Start. Mit Holzbooten fahren Sie durch ein 13 Kilometer langes Tal, das am Zusammenfluss von Kiso und Hida beginnt und bis nach Inuyama in der Präfektur Aichi führt.

Die Fahrt auf dem schönsten Abschnitt des Kiso-Flusses dauert etwa eine Stunde. Sie ist weitaus ruhiger als Wildwasser-Rafting, aber dennoch spannend. Der breite Fluss fließt zunächst durch eine offene Landschaft, doch dann schlängelt er sich durch einige schmale Passagen, wo seltsame Felsformationen wie Skulpturen aus dem Wasser ragen.

Eine kleine, aber feine Burg

Nur 12 Minuten Richtung Westen mit dem Zug von Gifu befindet sich die Burg Ogaki, eine weitere detailgenaue Rekonstruktion einer Burg aus dem 16. Jahrhundert. Ogaki war die dem Schlachtfeld von Sekigahara am nächsten gelegene Burg und daher stark in die Kriege des 16. Jahrhunderts involviert. Das Museum im Inneren des Schlosses lässt diese Geschichte lebendig werden.

Die legendäre Schlacht in Japan

In Sekigahara traf im Jahre 1600 Tokugawa Ieyasu auf Ishida Mitsunari. Dies sollte die wichtigste Schlacht in der japanischen Geschichte werden. Das anschließende Blutvergießen beendete das Zeitalter der Streitenden Reiche (1467–1603), den seit etwa 150 Jahren ununterbrochen andauernden Bürgerkrieg.

Tokugawa gewann den Kampf, vereinte das Land und gründete sein Shogunat, eine Dynastie, die Japan 250 Jahre lang weitestgehend in Frieden regierte. Heute erinnert ein faszinierendes Museum im Stadtzentrum an die Schlacht bei Sekigahara. Im schmalen Tal können zudem Nachbildungen der verschiedenen Armeelager besichtigt werden.

Tajimi und die Töpferei

Die Stadt Tajimi ist der Ursprung vieler Sorten der weltberühmten Mino-Yaki (Mino-Keramik), ähnlich der Oribe- und Shino-Keramik. Dutzende von Geschäften verkaufen wunderschöne Schüsseln, Vasen und Figuren im unverwechselbaren ortstypischen Stil. Im Ceramic Park können Sie sogar selbst Schalen und Tassen herstellen.

Zu Tajimi gehört auch Eiho-ji, eine großartige Tempelanlage mit einem der schönsten Gärten Japans. Ein paar Stunden durch die Gärten und über die Brücken über den Teich zu spazieren ist ein besonderes Erlebnis.

Das Festival der exquisiten Papiere

Jedes Jahr im Oktober öffnet die Stadt Mino ihre Straßen für Künstler aus aller Welt zum Mino Washi Akari Kunstfestival . Sie kreieren kunstvolle Laternen und Lichtskulpturen unter Verwendung von handgemachtem Mino-Papier.

Das Festival findet abends statt, dann sind die Straßen der historischen Stadt von sanftem Licht durchflutet.

Auf der Jagd nach den schönsten Blüten

Wie überall in Japan lädt die kurze Kirschblütenzeit viele Menschen zum Picknicken, Trinken und Entspannen unter den rosa Blütenblättern ein. Gifu, Kamigatani, Shinsakai Riverside und der Usuzumi-Park werden als die besten Plätze hierfür betrachtet.

Sie können unter den Bäumen entlangschlendern, die fallenden Blütenblätter und die wechselnde Perspektiven betrachten oder unter den Zweigen sitzen und Hanami feiern – das übersetzt „Blüten betrachten“ heißt. Hanami ist der Höhepunkt des Frühlings in Japan, den man mit reichlich Speis und Trank begeht.

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