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REISEFÜHRER März in Japan

Frühlingsbeginn ist Neuanfang

Der Höhepunkt des Winters ist überwunden und die Natur in Japan stellt die Weichen auf Frühling. Die Pflaumenblüten blühen in Teilen Zentraljapans und weiter nördlich. Das farbenfrohe Mädchenfest Hinamatsuri wird landesweit am 3. März gefeiert, und Kirschbäume in Tokyo und anderen wärmeren Orten beginnen zu blühen und kündigen den Beginn des Frühlings an.

Obwohl das Wetter im März deutlich wärmer und frühlingshafter ist als im Februar, können die Temperaturen plötzlich fallen. In den meisten Skigebieten sind Skifahren und Snowboarden immer noch möglich und entspannte Ausflüge zu den heißen Quellen sind nach wie vor eine beliebte Möglichkeit, die kältesten Tage zu verbringen.

Was Sie wissen sollten

  • Die Temperaturen schwanken im März stark
  • Wintersport ist noch möglich, aber seien Sie auf frühlingshafte Bedingungen vorbereitet
  • Der März ist eine beliebte Zeit für Schulausflüge. Wichtige Gebiete wie Kyoto, Nara und Hiroshima können leicht überlaufen sein
  • Gegen Ende März beginnt im Süden Japans und in wärmeren Gegenden wie Tokyo die Kirschblüte

Schnee im Frühling

In einigen japanischen Skigebieten findet die Wintersportsaison noch immer regen Zulauf. Große Resorts wie Niseko und Shiga Kogen bleiben sogar bis zur ersten Maiwoche geöffnet, wenn auch mit Abstrichen bei dieser Schneequalität.

Das Skifahren im Frühling bietet wärmere Temperaturen und im Vergleich zum Winter relativ leere Pisten. In größeren Höhenlagen kann es noch immer zu plötzlichen Schneefällen kommen, aber häufiger ist es Regen. Informieren Sie sich im Wetterbericht für Ihre Umgebung, ob sich dieser Tag für einen Skiausflug eignet.

Unterwegs sein und entspannen

Bei wärmeren Temperaturen und etwas längeren Tagen steigt im März die Zahl der Menschen, die Tagesausflüge und Wochenendausflüge unternehmen. Beliebte Ziele sind unter anderem Kyoto , Nara und Hiroshima sowie ländliche Thermalresorts. Gero Onsen ist ein bemerkenswertes Resort, das von Nagoya aus erreichbar ist und mit einem Besuch von Takayama und Shirakawa-go kombiniert werden kann.

Gero Onsen – ein schöner Abstecher von Nagoya aus

Der festliche Umzug am Mädchenfest Hinamatsuri

Wie bei vielen japanischen Feiertagen erleben die meisten Menschen das Mädchenfest Hinamatsuri in häuslicher Umgebung, die Kurzzeitbesucher in der Regel nicht miterleben können. Am und um den 3. März veranstalten jedoch mehrere Schreine und Tempel im ganzen Land Hinamatsuri-Feiern für die breite Öffentlichkeit.

Bei der Nagashibina-Zeremonie im Familienschrein Shimogamo-jinja in Kyoto können Sie gegen eine kleine Gebühr an diesem alten Brauch teilnehmen und Strohpuppen auf dem Fluss treiben lassen. Anderswo in Kyoto finden bei den Feierlichkeiten am Schrein Ichihime-jinja Live-Vorführungen der höfischen Spiele aus der Heian-Zeit (794–1185) mit Künstlern in zeitgenössischen Kostümen statt. Und vom 1. bis 3. März öffnet der Hokyoji-Tempel schließlich seine riesige Puppen-Sammlung für die Öffentlichkeit.

Nagashibina – ein alter Brauch, der sich bis heute erhalten hat

Feuer, Licht, Vitalität

Licht und Farbe stehen im Mittelpunkt der Feierlichkeiten im März, wobei nächtliche Illuminationen ein gemeinsames Merkmal der Feste in Kansai sind. Im Kyotoer Stadtbezirk Higashiyama wird das Hanatoro-Fest (9. bis 18. März) gefeiert, bei dem Tausende von Laternen einen Weg von Shoren-in bis zum Kiyomizudera-Tempel beleuchten. Während dieser Zeit bleiben verschiedene Tempel entlang dieses Wegs länger geöffnet, um den Besuchern den Blick auf die faszinierenden Illuminationen zu ermöglichen.

Szene vom Hanatoro-Fest

Die Omizutori-Zeremonie findet immer am 12. März an der Nigatsudo-Halle statt, einem Nebengebäude des Todaiji-Tempels in Nara . Nach monatelanger Vorbereitung schöpfen speziell hierfür ernannte Priester in einem feierlichen Ritual das Wasser aus einem heiligen Brunnen, während andere Priester auf der Terrasse darüber große Fackeln schwenken, um böse Geister abzuwehren. Dieses Ritual markiert den Höhepunkt der 1250 Jahre alten Shunie-Zeremonie (1.–14. März).

Der Höhepunkt der Omizutori-Zeremonie im Feuerschein

Sumo im Frühling

Wenn Sie in Kansai sind, können Sie das Große März-Turnier der Sumo-Ringer in der Edion-Arena in Osaka besuchen, das zwei Wochen lang dort stattfindet. Sie sollten Ihre Plätze im Voraus buchen, da an den Tageskassen nur noch wenige Tickets erhältlich sind. Informationen zu Zeitplänen und zur Buchung finden Sie unter: http://www.sumo.or.jp/EnTicket/

Ein frühes Frühlingszeichen

Die Pflaumenblüte ist zwar weniger bekannt und nicht so zahlreich als die Kirschblüte, aber sie ist in Japan dennoch sehr bekannt und ein Symbol für den nahenden Frühling. Die Saison beginnt in der Regel im Februar und dauert bis in den März, wobei diese Zeiten von Ort zu Ort variieren. Im berühmten Kairakuen-Garten in Ibaraki liegt sie meist zwischen Ende Februar und Mitte März. Im Bairin-Park in der Präfektur Gifu erstreckt sie sich über den Monat März und erreicht ihren Höhepunkt etwa Mitte des Monats.

Blühende Pflaumenbäume im Kairakuen-Garten

Die Kirschblütensaison endet

In den wärmeren Regionen Japans beginnen Ende März die Kirschbäume zu blühen und man kann sich in der Regel darauf verlassen, dass die Kirschblüte in den letzten zehn Tagen des Monats auch in Tokyo zu bewundern ist. In anderen Großstädten wie Kyoto , Osaka , Nagoya und Fukuoka ist sie in einem ähnlichen Zeitraum zu sehen, der von Jahr zu Jahr etwas variieren kann. An einzelnen Orten ist die Kirschblütensaison relativ kurz, betrachtet man ganz Japan, reicht sie stellenwiese jedoch bis April und sogar bis Anfang Mai. Hier finden Sie interessante Informationen über die Höhepunkte der Blütezeiten in ganz Japan: https://www.jnto.go.jp/sakura/eng/index.php

Kirschblüte in der Hauptstadt

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