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Burg Nijo 二条城

Nijo Castle
Nijo Castle

Eine Erinnerung an die Macht der Kriegsherren der Edo-Zeit

Die Burg Nijo ist womöglich die unverblümteste Zurschaustellung der Macht, die der Shogun während der Edo-Zeit (1603–1868) über den Kaiser hatte. Sie gehört aufgrund ihrer historischen Bedeutung, ihrer Größe und ihrer Lage sowie ihres Status als UNESCO-Welterbe zu den bekanntesten Burgen in Japan.

Kommen Sie direkt nach der Öffnung oder kurz vor der Schließung der Anlage, um die Besuchermassen zu vermeiden, und nehmen Sie sich Zeit für den gesamten Komplex mit Burg, Palast, Landschaftsgarten und attraktiven Anlagen.

Kurzinfo

Die Burg Nijo war Heimstätte von Tokugawa Ieyasu, dem ersten einer Reihe mächtiger Tokugawa-Shogune, die mehr als 200 Jahre lang das Land beherrschten

In den Anlagen befindet sich ein berühmter japanischer Landschaftsgarten, der Ninomaru-Palastgarten

Anfahrt

Nehmen Sie vom Bahnhof Kyoto die Karasuma Line zum Bahnhof Karasuma-Oike und steigen Sie dort auf die Tozai Line zum Bahnhof Nijojo-mae um.

Eine eindrucksvolle Präsenz

Die im Jahr 1603 errichtete Burg Nijo war die Heimstätte des ersten Tokugawa-Shoguns, Ieyasu. Die Burg wurde absichtlich so gebaut, dass sie den nahe gelegenen Kaiserlichen Palast überragt, um die Macht zu verdeutlichen, die der Shogun über den schwächer werdenden Kaiser hatte. Die prächtige Ausstattung des Palastes mit komplexen Holzschnitzereien und dekorativen Paneelen ist luxuriös im Vergleich zum nüchternen Design des kaiserlichen Palastes: ein weiteres Zeichen der Macht und des Wohlstands des Shoguns.

Obwohl zum Schutz doppelte Burggräben angelegt und eine hohe Mauer mit Wachtürmen errichtet wurde, gab es nie einen Angriff auf die Burg und nach dem 17. Jahrhundert wurde sie auch nur noch selten genutzt.

Ein altes Sicherheitssystem

Ein interessantes Detail im Inneren ist der Nachtigallen-Flur, der als besondere Sicherheitsmaßnahme zum Schutz der Burg dienen sollte. Dieser wurde so angelegt, dass die Bodenbretter beim Darübergehen einen Laut von sich geben, der dem eines zirpenden Vogels ähneln soll, und so vor unwillkommenen Besuchern warnen.

Aufwendige Details

Auf dem Burggelände liegt der Ninomaru-Palast. Das beeindruckende Karamon-Tor bildet den Eingang zum Palastkomplex, der aus fünf großen, mit überdachten Gängen verbundenen Gebäuden mit jeweils zahlreichen Räumen besteht. Die Kammern sind mit beeindruckenden Drucken der berühmten Künstler Kano Tanyu und Naonobu dekoriert. Der berühmte japanische Architekt Kobori Enshu entwarf den Ninomaru-Palastgarten, einen traditionellen japanischen Landschaftsgarten, der allein schon sehenswert ist.

Herrliche Anblicke zu jeder Jahreszeit

Auf dem Gelände der Burg Nijo gibt es einen Pflaumengarten mit Hunderten von Bäumen, die von Ende Februar bis Anfang März in Hülle und Fülle blühen, sowie mit zahlreichen Ahorn- und Gingko-Bäumen, die im Spätherbst farbige Akzente setzen.

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