Honpukuji-Tempel– Wassertempel (Mizumido) 本福寺水御堂

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Spiegelung einer Vision des Paradieses

Es gibt keinen anderen heiligen Ort wie diesen in Japan oder vermutlich sogar auf der ganzen Welt.

1991 wurde der renommierte Architekt Tadao Ando mit dem Wiederaufbau der Haupthalle des Honpukuji-Tempels beauftragt, einem besonderen Hauptheiligtum der Omuro-Schule der Shingon-Sekte, die auf das Jahr 815, die späte Heian-Zeit, zurückgeht.

Ando tat das Undenkbare. Anstatt der Tradition zu folgen, entwarf er eine monumentale Betonkonstruktion mit einem riesigen Reflexionsbecken oberhalb der Haupthalle, wodurch sich dieser so treffend benannte „Wassertempel“ radikal von anderen Shingon-Omuro-Tempeln in Japan wie dem Ninnaji-Tempel in Kyoto unterscheidet.

Umgeben von grünen Hügeln auf der Insel Awaji , mit Blick auf die Bucht von Osaka, stellt das Hauptgebäude des Honpukuji-Tempels ein einzigartiges Labyrinth-Bauwerk dar, das eine Statue des Amida Buddha beherbergt. Beim Betreten begibt man sich auf eine Reise in ein spirituelles Reich. Der Wassertempel ist mehr als nur ein Gebäude; er ist eine sinnliche Erfahrung wie keine andere, an einem Ort von unvergleichlicher natürlicher Schönheit.

Nicht verpassen

  • Moderner buddhistischer Tempel, entworfen vom weltberühmten Architekten Tadao Ando
  • Einzigartig gelegen unter einem massiven Reflexionsbecken mit Seerosen und heiligen Lotusblumen
  • Sonnenuntergänge am Heiligtum und Blütenpracht im Frühling, Sommer und Herbst

Anfahrt

Der dem Honpukuji-Tempel nächstgelegene Bahnhof ist der Bahnhof Sannomiya an der JR Kobe-Linie.

Vom JR-Bahnhof Sannomiya können Sie den Awaji-Ringbus nehmen. Dieser befährt einen Rundkurs im Norden der Insel. Steigen Sie an der Haltestelle Tateishikawa aus. Der Honpukuji-Tempel ist von dort aus in 10 Minuten zu Fuß erreichbar.

Ein Inselparadies

Die Insel Awaji ist mit einer Fläche von 592,17 Quadratkilometern die größte Insel im Seto-Binnenmeer. Awaji liegt auf der Verbindungsstrecke zwischen den Inseln Honshu und Shikoku. Der Name bedeutet „Straße nach Awa“. Awa, das heute zur Präfektur Tokushima gehört, war die historische Provinz gegenüber von Shikoku an der Narutostraße, die für ihre riesigen Strudel berüchtigt ist.

Der Honpukuji-Tempel, Andos Vision des Paradieses, auch bekannt als Wassertempel, ist über einen ansteigenden Pfad zu erreichen, der die ursprüngliche Tempelanlage und den Friedhof durchquert. Oben angekommen folgen die Besucher einem weißen Kiesweg zwischen zwei 3 Meter hohen geschliffenen Betonwänden hin zu einem breiten elliptischen Becken – einem häufigen Merkmal in Andos Arbeiten – in dem sich die umliegenden Berge, das Laub und der Himmel spiegeln. In der Mitte des spiegelnden Beckens befindet sich eine Treppe, die zur darunter liegenden Tempelhalle führt.

Es wird immer wieder hervorgehoben, dass Ando mit diesem Entwurf den klassischen Aufstieg zu einem heiligen Ort einfach umkehrte und mithilfe einer Reihe von Räumen eine Abfolge für die Initiation ins Paradies ersann. Beim Hinabsteigen zwischen schwimmenden Seerosen und Lotusblüten – einem Symbol des Himmels – bekommt man das Gefühl, dass dies ein Ort ist, an dem das Alltägliche überwunden wird, eine Sphäre, in der Architektur und Natur im ruhigen Spiegel des Wassers verschwimmen und zu Meditation und Askese anregen.

Ein innerer Raum

Das bloße Hinabsteigen einer Betontreppe ist normalerweise alltäglich – allerdings nicht, wenn diese ein massives mit Seerosen und Lotusblüten geschmücktes Spiegelbecken durchschneidet. Wie in einem Traum steigt man hinab in vorübergehende Dunkelheit, unter das Wasser. Durch labyrinthische Gänge taucht der Besucher in den sakralen Raum des buddhistischen Tempels ein. Das Heiligtum wird nicht sofort betreten. Es herrscht ein Gefühl der Suche nach der Wahrheit, die auf einem geheimen Pfad zur Kultstätte verborgen ist.

Im Gegensatz zum monochromen Außenbereich ist das Innere des Honpukuji-Tempels voller zinnoberroter Farbe, was den Unterschied zwischen dem Außergewöhnlichen und dem Alltäglichen noch verstärkt. Das intensive orange-rote Leuchten scheint aus einer unsichtbaren Quelle im Kern des Tempels zu pulsieren und diesen inneren und heiligsten Raum mit himmlischem Licht zu erfüllen.

Dort findet man die Statue des Amida Buddha, der nach den Schriften des Mahayana-Buddhismus für sein langes Leben, die reine Wahrnehmung und ein tiefes Bewusstsein für das Phänomen der Leere bekannt ist. Das Heiligtum des „Buddha des unermesslichen Lichtglanzes“ vermittelt eine tiefe Spiritualität.

Ein wundersamer Ort

Auch wenn der Honpukuji-Tempel zu jeder Tages- und Jahreszeit beeindruckend ist, empfiehlt es sich doch – vor allem für Fotografen – ihn bei Sonnenuntergang zu besuchen. Die zinnoberrote Farbe des inneren Heiligtums ist bei Sonnenuntergang am intensivsten, da warmes Licht durch ein nach Westen ausgerichtetes Fenster strahlt. Da Buddha aus Indien stammt – im Westen des „Landes der aufgehenden Sonne“ –, ist dieser Effekt sowohl symbolisch als auch ästhetisch ansprechend.

Die beste Zeit, um das Reflexionsbecken zu genießen, ist von Mai bis September zur Blüte der Seerosen. Die heiligen Lotusblumen – ein Symbol des Himmels und der Erscheinung des Amida Buddha – sind dagegen von Juni bis Juli am schönsten. Der Ort ist jedoch zu jeder Jahres- und Tageszeit wunderschön.



* Die hier angegebenen Informationen können sich aufgrund von COVID-19 geändert haben.

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