Japanisch lernen

Hallo auf Japanisch – Der Zugang zur japanischen Sprache

 

Natur, Menschen, kulturelle Vielfalt – wer sich für das Land der aufgehenden Sonne begeistert, hat oft auch das Ziel, Japanisch zu lernen. Die zur Sprachfamilie der Japanisch- Ryūkyū gehörende ostasiatische Sprache ist sehr komplex, über Jahrhunderte gewachsen und hat sich oft gewandelt und erfordert vor allem eins: Fleiß. Wenn aber eine nachhaltige Motivation da ist, wie fängt man am besten mit dem Japanisch lernen an? In welchem Rahmen lernt man am besten? Und welche Fehler gilt es zu vermeiden?

 

 

Japanisch Reisewortschatz

 

Wer ein paar hilfreiche japanische Wörter oder Floskeln oder mehr Informationen zum Zurechtkommen ohne Japanischkentnisse sucht, der sollte unbedingt auf unsere Seite zum japanischen Reisevokabular und dem von uns herausgegebenen Sprachführer Japanisch schauen. Denn Reisen in Japan ist auch ohne Japanischkentnisse ohne Probleme möglich.

 

 

Das sollte aber niemanden davon abhalten aus Interesse Japanisch zu lernen! Die Einheimischen werden es danken und die Mühe honorieren.

 

 

Japanisch lernen: How to get started

 

1. Schriftzeichen lernen

Da Japanisch eine sehr Schrift-lastige Sprache ist, bedeutet Japanisch lernen im ersten Schritt auch Schriftzeichen lernen. Es gibt drei unterschiedliche Arten von Zeichen. Anfangen sollte man mit Hiragana, denn es ist die in Japan heute am weitesten verbreitete der zwei Silbenschriften. Es gibt im Japanischen auch das lateinische Alphabet, genannt Romaji. Aber Japanisch besitzt viele Wörter mit gleichem Klang, die nur durch die Kanji-Schriftzeichen unterschieden werden können. Und auch im Japan Urlaub kommt man mit Romaji nicht immer weiter. Schließlich möchte man grundlegende Hinweise auch als solche erkennen können, oder? Also: Schriftzeichen lernen lohnt sich! Auch wenn es mehr als 50.000 gibt, ist das kein Grund, sich entmutigen zu lassen, denn nur 2.136 Kanjis wurden vom japanischen Bildungsministerium als wissenswert eingestuft. Außerdem gibt es die Lesehilfe Furigana. Das sind kleine neben den Kanjis notierte Hiragana- oder Katakana-Zeichen.

 

2. Vokabeln lernen

Japanische Sätze zu bilden, ist ohne ein Grundvokabular nicht möglich. Daher ist es sinnvoll, sich nach und nach einen Wortschatz aufzubauen und Vokabeln immer und immer wieder zu lernen und zu wiederholen. Erst einmal sollte man sich klar werden, welche Wörter man wirklich braucht. Inspiration bieten dafür auch Online-Vokabellisten.

 

Als Ergänzung gibt es zudem kostenlose Online-Hilfen wie das erste deutsch-japanische Wörterbuch wadoku.de oder WaniKani.com. Dort lassen sich recht bequem alle 2.136 Joyo-Kanji lernen. So können auch Anfänger schon bald erste japanische Sätze bilden.

 

3. Grammatikbuch lesen

Ohne Grammatik sind auch die gelernten Vokabeln nicht wirklich nützlich. Daher sollte man sich in einem Grammatikbuch das Grundsystem der Sprache aneignen.

 

4. Das Erlernte benutzen

Bücher lesen, Dorama schauen, chatten und wenn möglich Japanisch sprechen mit japanischen Freunden oder einem Sprach-Tandempartner – das Erlernte umzusetzen festigt nicht nur die Kenntnisse, sondern macht auch viel Spaß und gibt einen ordentlichen Motivationsschub.

 

Fun Fact: Einigen eifrigen Lernern hilft es sicher zu wissen, dass es auch im Japanischen einige deutsche Lehnwörter gibt: z. B. arubaito für Arbeit, aber auch ryukku sakku für Rucksack, Kindāgāten für Kindergarten, arerugii für Allergie, meruhen für Märchen oder baumukuuhen für Baumkuchen.

 

 

Japanisch lernen: Wie und wo?

 

1. International: Die Sprachreise

Hat man ein etwas größeres Budget zur Verfügung bietet sich eine Sprachreise zum Lernen an. So kann man sich an Muttersprachlern orientieren und das Erlernte mit ihnen anwenden. In alltäglichen Situationen direkt vor Ort, merkt ein Anfänger auch schnell ob das theoretisch Gelernte – so mancher Ausdruck oder eine Redewendung – so überhaupt eingesetzt wird. Und als Bonus erlebt man noch die Vielseitigkeit des Landes und der Kultur. Neben Tokyo können beispielsweise Osaka, Fukuoka, Kobe oder Gifu Ziel einer solchen Sprachreise sein. Sprachreisen-Anbieter für Japan findet ihr zum Beispiel in unserer Veranstalterliste.

 

2. Physisch: Der Japanisch Kurs

Ein etwas offiziellerer und theoretischer Rahmen, Japanisch zu lernen, ist ein Kurs. Hochschulen bieten oft Fremdsprachenkurse an, die teilweise auch von Externen besucht werden können. Auch bei Kulturinstituten sowie Clubs und Vereinen wird man schnell fündig.

 

3. Digital: Japanisch online lernen

Wer zeitlich und räumlich gern flexibel und unabhängig bleibt, für den bietet sich das Lernen im Internet an. Allerdings ist dann ein großes Maß an Selbstdisziplin nötig. Wer sich nur schwer selbst motivieren kann – und das über einen längeren Zeitraum – der ist in einem Kurs besser aufgehoben.

 

4. Unabhängig: Japanisch lernen mit App

Kanji-Datenbanken, bunt bebilderte Karteikarten-Apps in Manga-Optik und Hiragana- und Katakana-Übungen – es gibt zahlreiche Apps, mit denen sich Interessierte der japanischen Sprache nähern können. Die Lernsprache ist allerdings oft Englisch.

 

5. Sozial: Japanisch lernen mit Tandempartner

Um die Sprache in der Praxis zu üben und Unverständliches zu klären, bieten sich Tandempartner an. Gemeinsam können Menschen mit unterschiedlichen Muttersprachen Unternehmungen und das Lernen der Sprache kombinieren und so beide profitieren.

 

 

Typische Anfängerfehler vermeiden

 

Sind die Schriftzeichen erst einmal gelernt, ist schon ein großes Stück des Weges geschafft. Aber für ein angemessenes, höfliches Hallo auf Japanisch, gibt es noch ein paar Dinge zu beachten. Hier sind typische Anfängerfehler, die vermieden werden können:

 

1. Japaner mit "Du" ansprechen

Anders als im Deutschen sollte das „Du“ in der Ansprache mit Japanern vermieden werden. Stattdessen verwendet man als Ausdruck der Höflichkeit den kompletten Namen der Person.

 

2. Die falsche "Ich"-Form verwenden

Im Japanischen gibt es verschiedene Personalpronomen, die für das Wort "Ich" stehen. Welches du verwendest hängt von Geschlecht, Alter und Kontext ab. Es gibt zwei verschiedene männliche Personalpronomen, ein weibliches und eins, das für beide Geschlechter in Frage kommt. Hast du die Unterschiede noch nicht verstanden, verwendest du am besten das Pronomen, das für beide Geschlechter in Frage kommt.

 

3. Geschlechter durcheinanderbringen

In der japanischen Sprache spielen Geschlechter eine große Rolle. Beachtest du die Unterschiede bestimmter Formen und Ausdrücke nicht, kommt es schnell zu Verwirrungen. Außerdem gibt es bestimmtes Vokabular, das du als Frau nicht verwenden solltest.

 

4. Die Partikel "wa" und "ga" vertauschen

Der Partikel "wa" kennzeichnet die Thematik des Satzes, der Partikel "ga" charakterisiert das Subjekt des Satzes.

 

Das Wichtigste bei all dem ist, nie die Motivation zu verlieren, denn wenn man es erst einmal geschafft hat, sich ein Basiswissen anzueignen, wird man vor Ort und auch hierzulande von vielen strahlenden Japanern belohnt, die sich nur zu gerne mit einem austauschen und einem versuchen noch mehr von ihrer Kultur und ihrem Leben näher zu bringen. Mit diesen Worten:  努力は必ず報われる!