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Wenn Japan feiert…

Japaner sind leise und zurückhaltend. Stimmt. Oder vielleicht doch nicht immer? Auf den traditionellen Matsuri-Schreinfesten lernen Besucher das Inselreich von einer ganz anderen, ungestümen und ausgelassenen Seite kennen – und Mitmachen ist definitiv erlaubt!

Gott sein, das ist auch in Japan ein ernster Job. Hin und wieder allerdings braucht ein göttliches Wesen ein wenig Abwechslung. Einmal im Jahr verlassen sie daher den Schrein und werden in einem üppig geschmückten Mikoshi, einem tragbaren Schrein, durch die Straßen getragen, begleitet von einer ausgelassenen, oft tanzenden Menge. Je lauter und lebendiger, desto besser! Im Gegenzug belohnen die Götter die Menschen mit Wohlwollen und Glück.

Die nächste Matsuri ist nie weit

Das sind die religiösen Hintergründe. Natürlich findet rund um die Prozession noch allerhand anderes Spektakel statt: Von wilden Taiko-Trommel-Aufführungen (die so gewaltig sind, dass man die tiefe Trommel schier mit dem Magen hört) bis zu regelrechten Jahrmärkten mit Essensständen, Attraktionen für die Kinder und natürlich einem großen Picknick mit anschließendem Feuerwerk. Dazu trägt man traditionell einen Yukata, ein langes Baumwoll-Gewand, das an einen sehr einfachen Kimono erinnert.

Schneeskulpturen auf dem Sapporo Snow Festival in Sapporo

 

Auch wenn Matsuris meist von Schreinen veranstaltet werden, gibt es auch Feste weltlichen Ursprungs, wie beispielsweise das Sapporo Snow Festival auf Hokkaido. In jedem Fall sind sie extrem beliebt. Für eine große, bekannte Matsuri nehmen Japaner auch mal weite Wege in Kauf (ein wenig wie die Deutschen fürs Oktoberfest, nur ohne das obligatorische Besäufnis). Manch ein Matsuri kommt auf bis zu mehr als eine Million Besucher! Logisch, dass man für so ein Fest lange im Voraus die Unterkunft buchen sollte.

Hier lohnt sich mitzumachen

Da Gute ist: Rund ums Jahr finden tausende Matsuris statt, irgendwo ist also fast immer Fest-Saison, und auch die kleinen, dörflichen Matsuris sind einen Besuch wert. Diese fünf hier sind allerdings ganz besonders lohnenswert:

Hadaka Festival, Inazawa, 13. Tag des Mondkalenders (also meist im Februar)

Dieses Festival ist auch als Naked Men Festival bekannt - auch wenn die Teilnehmer genau genommen nicht völlig nackt, sondern im Lendenschurz teilnehmen. Wenn am kältesten Tag des Jahres der Startschuss fällt, rangeln sich rund zehntausend Teilnehmer darum, die Gottheit Shin Otoko (beziehungsweise seinen menschlichen Stellvertreter) zu berühren. Wem dies gelingt, der darf sich auf viel Glück im nächsten Jahr freuen. Seit 2024 nehmen nach rund 1250 Jahren rein männlicher Präsenz übrigens nun auch Frauen teil, allerdings nicht nackt.

Kanda Matsuri Tokyo, Mitte Mai,

Diese Matsuri des Kanda-Schreins ist eine der größten des Landes. Wenn die Menge heute bis zu hundert kleine Schreine durch die Stadtteile Kanda, Otemachi und Marunouchi trägt, herrscht Volksfeststimmung und der ursprüngliche Grund für dieses Fest gerät völlig in den Hintergrund: Eigentlich ging es darum, um Schutz vor Krankheiten in der feucht-heißen Sommerzeit zu bitten. Ein echtes Muss für alle, die Tokyo Mitte Mai besuchen!

Soma Nomaoi Reiterfestival in Minamisoma am letzten Samstag, Sonntag und Montag im Juli

Rassige Pferde, schnelle Rennen und viel Spannung gibt es bei diesem dreitägigen Reiterfestival, das auf mehr als tausend Jahre Geschichte zurückblickt. Ursprünglich handelte es sich um eine militärische Übung des Samurai-Kriegsherren des Soma-Clans, die damit endete, dass den Shinto-Göttern Pferde als Opfergaben dargebracht wurden. Heute besteht das Festival aus Paraden, ein spannendes Pferderennen, einem Samurai-Kampf und einer Shinto-Zeremonie, bei der den Göttern ein Wildpferd übergeben wird. Authentischer kann eine Matsuri nicht sein!

Beleuchteter Festwagen für das Nebuta Matsuri in Aomori

 

Aomori Nebuta Festival, 2.-7. August

Mehr als drei Millionen Besucher kommen jedes Jahr zu diesem gigantischen Feuerfest. Höhepunkt des Festes sind die Umzüge mit mehr als 20 „Nebutas“, riesige Laternenwagen mit mythischen Motiven und jede Menge Tänzern und Musikgruppen. Zum Abschluss werden die Nebutas noch einmal per Boot durch die Bucht von Aomori gefahren, dazu gibt es ein großes Feuerwerk. Auch Besucher können mittanzen, vorausgesetzt, sie tragen ein „Haneto-Kleid“. Dieses kann man sich vor Ort entweder im Kaufhaus kaufen oder für zirka 4000 Yen ausleihen.

Es gibt viele weitere Matsuri im japanischen Jahreskalender – viele weitere Informationen dazu auf unserer Übersichtsseite zur japanischen Kultur. Aber auch wer nicht nach Japan reist, und japanisches Flair schnuppern möchte, wird z. B. auf dem japanischen Filmfestival Nippon Connection fündig.

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