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REISEFÜHRER Traditionelle Kunstformen Japans – Ein Guide

Traditionelle Kunstformen Japans – Ein Guide

Geido - der Weg der Kunst - umfasst viele Formen traditioneller Kultur

Sado (Teezeremonie), Kado (Blumenarrangement), Shodo (Kalligraphie) und Bonsai sind allesamt fest etablierte traditionelle japanische Künste. Jede dieser Künste erfordert spezifische Bewegungen und ein geschultes Auge für Details, um das Verständnis und die Verbindung der Künstler und Betrachter mit der Welt zu verbessern. Für eine echte japanische Erfahrung während Ihres Aufenthalts sollten Sie ausreichend Zeit einplanen.

Sado — Teezeremonie

 

 

Die Teezeremonie, mit ihrer über 1000-jährigen Geschichte und stark beeinflusst durch den Zen-Buddhismus, ist die rituelle Zubereitung und Darreichung von Matcha. Matcha ist ein dickflüssiger, wohlschmeckender grüner Tee und wird oft mit traditionellen Süßigkeiten gereicht, um den bitteren Geschmack auszugleichen. Der Schwerpunkt der Zeremonie liegt nicht auf dem Trinken, sondern auf dem Ablauf und der Zubereitung. Jede Bewegung wird sorgfältig choreographiert, und selbst die Sitzordnung wird berücksichtigt. Daher gibt es viele Richtlinien für die Etikette, die man beachten sollte. Ein Ausbilder oder Begleiter wird Ihnen helfen, die Bedeutung hinter den vielen Nuancen zu erkennen.

 

Mehr zum Thema in unseren Artikeln zur japanischen Teezeremonie und grünem Tee in Japan.

Ikebana — Blumenstecken

 

 

Ikebana ist die Summe vieler Teile - die Blumen, Pflanzen, Vase und der Raum. Alle zusammen fügen sich zu einer atemberaubenden Ausstellung temporärer Kunst. Es gibt über 20 verschiedene Arten von Arrangements, von denen die drei wichtigsten Ikenobo, Sogetsu und Ohara sind. Ikenobo ist der älteste Stil und zielt darauf ab, den Eindruck einer natürlichen Landschaft oder einer wachsenden Pflanze zu erwecken. Sogetsu ist ein eher informeller Stil, der in den 1920er Jahren begann. Sogetsu kombiniert offen jedes Material auf einzigartige und dynamische Weise und soll jeden Raum bereichern und in ihn integriert werden. Ohara weist viele verschiedene Stile auf, vom einfachen Hana-isho bis hin zum Hanamai, der mit dreidimensionalen Interaktionen spielt. Kaufhäuser, Restaurants, Geschäfte und sogar Bahnhöfe haben oft Auslagen mit Ikebana, an denen Sie sich erfreuen können.

Shodo — Kalligrafie

 

 

Kalligrafie ist in ganz Japan zu finden, von Schaufenstern über Schulen bis hin zu öffentlichen Ausstellungen. Druck-, halbkursive und kursive Schrift-Stile werden für unterschiedliche Effekte verwendet, zusammen mit unterschiedlichen Schattierungen und Konsistenzen der Tinte. Wie beim Ikebana kommt auch beim Shodo ein großer Teil der Schönheit aus der Verwendung von negativem Raum. Für Besucher gibt es die Möglichkeit, selbst an einem Kurs teilzunehmen. Alternativ können Interessierte die Ästhetik der japanischen Kalligrafie in Museen, Schreinen oder Tempeln betrachten. Falls Sie ein Souvenir mit nach Hause nehmen möchten, verbringen Mönche in vielen größeren Tempeln Stunden damit, Schriftzeichen und Sprichwörter zu zeichnen, die in den Tempelgeschäften zu angemessenen Preisen verkauft werden.

Bonsai

 

 

Bonsai ist die über 1.000 Jahre alte Kunst, kleine Bäume in Behältern herzustellen, die die Form und den Maßstab ausgewachsener Bäume nachahmen. Diese Kunst hat sich schon früh mit dem Zen-Gedanken verbunden und soll den Betrachter zum Nachdenken anregen. Es bedarf jahrelanger Erfahrung und Anstrengung, um einen Bonsai-Baum zu züchten (das kann fast jede Art sein, die langfristig klein gehalten werden kann). Wenn Sie sich darin versuchen möchten, gehen Sie ins Shunkaen-Bonsai-Museum und nehmen Sie an einem Kurs teil, um Erfahrungen aus erster Hand zu sammeln. Schauen Sie sich das Omiya Bonsai Art Museum in Saitama und die umliegenden offenen Gärten an, um einen weiteren Ort zu finden, an dem Sie viele Bonsai-Werke bewundern können.

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