Interview 01 Akira Sasaki

PROFIL

AKIRA SASAKI

Beruf: Skiprofi/Unternehmer
Errungenschaften: Ehemaliger Skiläufer der japanischen Olympiamannschaft für Slalom und Riesenslalom

Akira Sasaki trat von 2001 bis 2014 beim Alpinen Skiweltcup der FIS im Slalom an und belegte dreimal den zweiten Platz, erstmalig in Wengen, Schweiz im Jahr 2003. Außerdem rangierte er ab 2004 drei Saisons lang unter den besten 15 Läufern.
Nach seinem Rücktritt aus dem Ski Alpin entdeckte er seine Liebe zum Freeriding und erkundete die besten Tiefschneeareale Japans und im Rest der Welt. Daher kann niemand besser als er beschreiben, was den „Japow“ so fantastisch macht.

Ort: Dorf Katashina, Gunma, Japan
[Interview] Fujii-So
[Foto im Schnee] White World Oze Iwakura

Wie würden Sie die Qualität des Schnees in Japan beschreiben?

Der japanische Schnee ist so leicht, dass man das Gefühl hat, er würde einen einfach umgehen, selbst wenn man mitten im Schneefall steht. Er haftet praktisch überhaupt nicht.
Hokkaido hat die absolut höchste Schneequalität. Natürlich gibt es aber auch dort Unterschiede. Der Schnee im Norden, in der Region Asahikawa, ist besonders leicht. Dort möchte man einfach nur sagen: „Danke für dieses Naturwunder!“ Wenn ich mit meinen Freunden aus dem Ausland Ski fahre oder wenn mich jemand nach einem guten Ort zum Skifahren in Japan fragt, ist die Gegend von Asahikawa meistens meine erste Wahl. Man sollte sie sich wirklich nicht entgehen lassen.

Welche Skipisten würden Sie in Japan empfehlen?

Es gibt eine Menge weniger bekannte Skigebiete in Japan. Der Schnee ist immer gut, und häufig findet man in einer Gegend unterschiedliche Terrains und kann verschiedene Stile fahren. Ja, ich würde es lokal halten. Kleinere Skigebiete kennenlernen.
Die Präfektur Gunma ist empfehlenswert. Viele übersehen sie einfach, weil es sie in Gegenden mit stärkerem Schneefall wie Nagano und Niigata zieht, aber Gunma hat auch eine Menge zu bieten. Dort gibt es relativ wenig Menschen und großartiges Terrain.

Welches ist die beste Art, in Japan Freeriding zu erleben?

Jeder Skiort hat seine eigenen Regeln für Freeriding, die von Region zu Region variieren. Wenn es Sie in den Tiefschnee zieht, sollten Sie sich geeignete Ausrüstung besorgen und einen offiziellen Anmeldebogen ausfüllen, damit man weiß, dass Sie in die Berge gehen. Sie sollten immer alle Regeln einhalten, damit ein sicheres Vergnügen für alle garantiert ist. Die japanischen Berge sind relativ überschaubar, aber es gibt Lawinen, es gibt Baumlöcher und es gibt Flüsse. Es passiert relativ häufig, dass jemand beim Skifahren in einen Fluss stürzt. Besucher sollten sich immer einem ortskundigen Führer anschließen, um den Weg zu finden und keine Risiken einzugehen. Es ist keine gute Idee, allein aufzubrechen.

Haben Sie eine Botschaft für Besucher, die zum Skifahren nach Japan kommen?

Vom Norden bis in den Süden des Landes gibt es in Japan viele kleine, lokale Skigebiete, und fast jedes von ihnen hat auch ein Onsen. Es macht viel Spaß, all die verschiedenen Onsens auszuprobieren.
Die Schneequalität variiert von Ort zu Ort, aber Pulverschnee gibt es fast überall. Und Sie kommen eigentlich überall leicht hin. Japan hat Flughäfen in jeder großen Stadt, und wenn Sie irgendwo nicht hinfliegen können, nehmen Sie einfach den Shinkansen. So können Sie auf einer Reise unterschiedliche Skigebiete von Norden bis Süden besuchen. Japan ist eben eine kleine Inselnation, die das Glück hatte, mit jeder Menge fantastischem Schnee gesegnet zu werden!

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