Interview 02 Mike Douglas

PROFIL

MIKE DOUGLAS

Beruf: Skiprofi/Filmmacher/Event Producer/Produktdesigner
Errungenschaften: Ehemaliger Fahrer in der kanadischen Skinationalmannschaft (Freestyle - Buckelpiste)

Mike Douglas trat als Teil der kanadischen Juniorenmannschaft auf der Buckelpiste an, bis ihn das Potenzial einer ganz neuen Art des Skifahrens dazu bewegte, einen Freestyle-Stil zu erfinden und schließlich die ersten Twintip-Skier der Welt zu entwerfen. Er ist als „Godfather of Freeskiing“ (Pate des Freistilski) bekannt und leistete wichtige Beiträge bei Freeski-Wettbewerben in Disziplinen wie Halfpipe, Slopestyle und Big Air. Momentan ist er als Filmemacher mit seiner eigenen Produktionsfirma aktiv.

Ort: Whistler-Blackcomb, British Columbia, Kanada

Was mögen Sie an Japan?

Wenn ich die Dinge auflisten müsste, die ich an Japan am meisten mag, stünde mit Sicherheit SCHNEE an Platz eins. Japan ist einer der schneereichsten Orte der Welt. Zwischen Mitte Dezember und Mitte März ziehen die kalten Winde aus Sibirien über das Japanische Meer, nehmen dort Feuchtigkeit auf und treffen dann in Japan auf die Felswände, sodass es einfach in einem fort schneit. Und wenn man gern im Pulverschnee fährt, gibt es kaum einen besseren Ort auf der Welt als Japan.

Was Baumabfahrten in Japan wirklich unvergesslich macht, sind die Birkenwälder. Und die Bäume haben einfach den perfekten Abstand zum Skifahren: Es gibt diese weit offenen Waldabfahrten mit Unmengen von Pulverschnee, das ist auf der ganzen Welt absolut einmalig.

Ich denke, das zweite, was ich an Japan liebe, ist das Essen. Es gibt meiner Meinung nach weltweit wirklich keinen Ort mit besserem Essen. Alles ist einfach lecker und gesund, und die Vielfalt ist wirklich beeindruckend. Wen auch immer ich frage – alles sagen: „OH! Ich liebe das Essen in Japan einfach!“ Ein weiterer meiner Favoriten ist die Onsen-Kultur. Onsens sind einfach der perfekte Ort, um am Ende des Tages wieder zu Kräften zu kommen. Du stehst den ganzen Tag auf Skiern, isst dann eine Kleinigkeit und gehst danach in ein Onsen, um zu entspannen und neue Energie zu tanken. Und es gibt Onsens ja nicht nur in einem bestimmten Teil von Japan oder ein bestimmten Skigebieten. Sie sind praktisch überall: Man kann in einem einladenden Ryokan übernachten und am Ende des Tages das hauseigene Onsen besuchen, um sich fit für den nächsten Tag zu machen. Das ist wirklich etwas ganz Besonderes und Einzigartiges.

Was würden Sie als die unvergesslichste Skierfahrung von allen bezeichnen, die Sie in Japan hatten?

Ehrlich gesagt, kann ich jetzt nicht eine bestimmte Reise nennen. Aber was ich sagen kann, ist dass Japan einfach immer eine Skireise wert ist. Jedes einzelne Mal, das ich hier war, hatte ich Pulverschnee. Ich hatte immer tolle Skierlebnisse.

Haben Sie eine Botschaft für Besucher, die zum Skifahren nach Japan kommen?

Ich bin ein bisschen überrascht, dass Japan nicht längst viel beliebter ist. Viele Besucher aus dem Ausland reisen an Orte wie Niseko oder Hakuba, aber Japan hat so viel mehr zu bieten. Es gibt im ganzen Land 400 verschiedene Skigebiete. Ich hatte das Glück, mindestens 60 von ihnen kennenzulernen. Ich stand überall in Japan schon auf Skiern, und es war überall gut. Mir fällt wirklich kein einziger Ort ein, wo das Skifahren keinen Spaß gemacht hätte. Es gibt so viel zu erkunden. Und so viel zu lernen. Jedes Mal, wenn ich zurückkomme, lerne ich in den einzelnen Präfekturen neue kulturelle Nuancen kennen. Ich kann es kaum abwarten, wieder nach Japan zu reisen.

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