Reiseroutenvorschlag 7-Tage Subtropisches Okinawa erleben Japan selbst bereisen

Diese Okinawa-Reise ist aufgeteilt in 3 Tage auf der Hauptinsel Okinawa und 4 Tage auf den Yaeyama-Inseln ganz im Süden Japans. Zwischen den Inselgruppen muss man fliegen und mit weniger Zeit lassen sich beide Teile der Tour auch einzeln durchführen.

 

Auf der Hauptinsel Okinawa macht ein Mietwagen zwar mobiler; andererseits ist auch der Verkehr oft zäh und anstrengend. Die Tour ist auch ohne Mietwagen möglich. Auf den südlichen Yaeyama-Inseln ist man mit einem Auto für die Inselrundfahrt am fünften Tag flexibler; an Tag 6 ist höchstens ein separat gebuchtes Auto auf Iriomote sinnvoll, aber kein Muss. Züge verkehren auf den Inseln nicht.

 

 

Tag 1: Anreise nach Yomitan

2 Übernachtungen in Yomitan

 

Von Tokyo, Osaka und mehreren anderen Städten verkehren täglich mehrere Flüge nach Naha, so dass eine Ankunft am Vormittag problemlos möglich ist. Vom Flughafen fährt man (per Bus oder Mietwagen) gleich weiter nach Yomitan (Bus 1 Std.) und hat noch Zeit, den Ort zu erkunden. Bei schönem Wetter geht es am besten sofort an den Strand. Ganz in der Nähe liegen z. B. Zanpa Beach und Nirai Beach, aber eigentlich reihen sich an der Küste Strände aneinander, und an den vorgelagerten Korallenriffs kann man auch gut schnorcheln.

 

Tag 2: Yomitan: Gusuku-Burgen und Klippen

Gusuku heißen die ungewöhnlichen Steinfestungen des ehemaligen Königreiches Ryukyu, die trutzige, eigenartig geschwungene Mauern aus Korallenstein haben. Direkt im Ort Yomitan steht die Festung Zakimi-jo. Ebenfalls im Ort befindet sich ein Töpferdorf mit mehreren Hangöfen und schönen Keramikläden. Näher an der Küste ist das Freilichtmuseum Ryukyu-Mura. In historischen Häusern kann man die spezielle Ryukyu-Kultur erleben und mit Schnupperkursen vieles ausprobieren, von Tanz über Kochen bis zum Karate. Ähnlich, aber neuer, ist das Murasaki-Mura nebenan.

 

 

Oder wollen Sie lieber mehr von diesen kurvigen Burgen sehen? Per Bus gelangt man auch nach Nakagusuku mit einer sehr großen Burg auf dem Berg (etwas aufwändig durch gut 1 Stunde Fahrt mit mehrfachem Umsteigen).

Selbstfahrer können auch noch die Festung Katsuren-jo dazunehmen, steil auf einem Berg gelegen und mit gutem Blick über die Küste.

 

Tag 3: Zum Okinawa-Churaumi-Aquarium

1 Übernachtung in Naha

 

Die Fahrt über Nago zum Ocean Expo Park auf der Motobu-Halbinsel dauert selbst mit dem Mietwagen über eine Stunde – eher zwei wegen des Verkehrs – und per Bus gut 2 Stunden, aber dort wartet eins der großartigsten Aquarien Japans auf Besucher, u. a. mit Walhaien in einem 8 m hohen Wassertank. Zurück nach Naha braucht man ebenfalls 2–3 Stunden per Auto oder Bus.

 

 

Alternativprogramm an Tag 2 oder 3: Die Südküste von Okinawa

Die Runde in den Süden zu den Gedenkstätten des zweiten Weltkriegs erfordert mit öffentlichen Verkehrsmitteln das genaue Studieren der Busfahrpläne. Zunächst geht es zurück nach Naha und weiter in den Süden der Insel, wo in spektakulärer Kulisse viele Gedenkstätten an den Zweiten Weltkrieg gemahnen. Erste Station ist die "Himeyuri no to", eine Gedenkstätte für Schülerinnen, die zu lebensgefährlichen Einsätzen gezwungen wurden. Weiter geht es dann zur zentralen Friedensgedenkstätte für die 200.000 Opfer der Schlacht von Okinawa. Und zum Abschluss lässt sich noch ein Besuch der Tropfsteinhöhle Gyokusendo mit dem Vergnügungspark Okinawa World einbauen.

 

Wer die Runde mit dem Mietwagen fährt, kann am Anfang der Runde auch noch alte Verteidigungsstollen des Flottenhauptquartiers ansehen. In der Nähe befindet sich die Awamori-Fabrik Chuko, wo Besichtigung und Verkostung möglich sind.

 

Tag 4: Von Naha nach Ishigaki

3 Übernachtungen in Ishigaki

 

Morgens besichtigen Sie in Naha noch die prächtige wiederaufgebaute Burg Shuri-jo (nach einem Brand zur Zeit geschlossen) der einstigen Herrscher von Ryukyu und schlendern einmal über die lebhafte Shoppingstraße Kokusai-dori. Danach geht es per Flugzeug weiter nach Ishigaki, auf die Hauptinsel der Yaeyama-Inselgruppe (2 Std.).

 

Der Hauptort der Insel heißt ebenfalls Ishigaki und verfügt über eine gute touristische Infrastruktur. Bei einem ersten Rundgang gibt es in der Euglena Mall kulinarische Spezialitäten aus Okinawa zu probieren. Ein kurzer Spaziergang führt zum Museum für Minsa-Webkunst (Minsa Kogeikan), wo man alles über die traditionellen Webtechniken und Stoffe erfährt.

 

 

Abends geht es dann in eine traditionelle Okinawa-Kneipe: Es gibt Meeresfrüchte und sehr zartes Rindfleisch, Tofu, Meerestrauben und natürlich Awamori, den hochprozentigen Reisschnaps.

 

Tag 5: Inselrundfahrt auf Ishigaki

Die kleine Insel Ishigaki lässt sich problemlos an einem Tag umrunden (mit dem öffentlichen Bus muss man allerdings ziemlich genau planen).

 

Per Bus fährt geht es morgens direkt nach Kabira-wan (45 Min.), der Hauptsehenswürdigkeit: Eine Bucht mit wunderbar klarem Wasser und Korallen, wo man mit Glasbodenbooten herumschippert. Wegen Perlenzucht in der Bucht ist Schwimmen und Schnorcheln dort verboten.

 

Auf dem Rückweg nach Ishigaki sind dann zwei weitere Sightseeing-Stopps möglich. Das Yaima-mura ist ein Freilichtmuseum mit traditionellen Häusern und Erlebnisangeboten: man kann einmal die alt-ryukyuische Tracht anziehen, die lokal gebräuchlichen Musikinstrumente spielen oder traditionelle Süßigkeiten backen. Ein Stück weiter ist die Meersalzfabrik Ishigaki-no-Shio zu besichtigen. Ein Rundgang informiert über die Produktion und es ist möglich, selbst Salz herzustellen.

 

 

Mit dem Mietwagen ist auch eine komplette Umrundung der Insel kein Problem, mit Pausen an mehreren Stränden und Leuchttürmen und einem Palmenhain.

 

Abends geht es in eine Kneipe mit traditioneller Okinawa-Musik.

 

Tag 6: Tagesausflug nach Iriomote

Wildnis und Urwald-Abenteuer: Vom Hafen auf Ishigaki fährt das Schnellboot nach Iriomote (45 Min.). Der Inselbus fährt nur viermal pro Tag auf der einzigen Straße (es gibt einen Tagespass), daher ist man mit einem Mietauto unabhängiger. Eine Hauptsehenswürdigkeit von Iriomote ist Hoshizuna-no-hama, ein wunderbarer Strand mit nahen Korallenriffen, ideal zum Schnorcheln (Ausrüstung vor Ort auszuleihen). Am Strand sucht man nach winzigen, sternförmigen Tierskeletten, dem sogenannten Sternensand. Und auf dem Urauchi-Fluss lässt sich eine Bootstour mit einer kleinen Wanderung zu zwei Wasserfällen kombinieren.

 

 

Tag 7: Ausflug nach Taketomi und Rückflug

Die Fähre nach Taketomi fährt mehrmals stündlich und braucht nur 10 Minuten. Vor Ort ist man mit dem Fahrrad am mobilsten; mehrere Verleihe am Fähranleger.

 

Taketomi ist eine ganz kleine, flache Insel, die früher Verwaltungssitz war. Mit ihren alten Ryukyu-Häusern und stimmungsvollen Schreinen hat die Insel viel historisches Flair bewahrt. Für Touristen werden Ochsenkarren-Touren angeboten, und an den weißen Stränden gibt es auch Sternsand. 3-4 Stunden reichen zwar für die Besichtigung, aber man kann auch ein paar Stunden mehr auf dem netten Inselchen verbringen.

 

Am Spätnachmittag oder Abend Rückflug vom Flughafen Ishigaki nach Tokyo oder Osaka.