Reiseroutenvorschlag für 6-Tage Shikoku - Das ländliche Japan entdecken Japan selbst bereisen

Japanreise in das ländliche Shikoku - 6 Tage

 

Diese Shikoku-Route führt in 6 Tagen per Zug durch die drei Provinzhauptstädte Takamatsu, Kochi und Matsuyama. Dazwischen geht es immer wieder in die Natur und aufs Land.

 

Sie kann gut im Anschluss an die Besichtigung der Kansai-Region geplant werden. Anschließend könnte man per Boot nach Hiroshima weiterreisen.

 

Der Shikoku Rail Pass für 7 Tage lohnt sich für diese 6-Tage-Japanreise.

 

Tag 1: Über den Strudel nach Takamatsu

1 Übernachtung in Takamatsu

 

Die Anfahrt erfolgt z.B. von Kyoto mit dem Bus nach Naruto (2,5 Std. mit JR Bus).

 

In Naruto, gleich am Ende der langen Brücke, die von Awajima auf die Hauptinsel Shikoku hinüberführt, sollte man mindestens eine Stunde Zeit für den "Gezeitenstrudel" einplanen, einen enormen trichterförmigen Meeresstrudel, der durch Ebbe und Flut an dieser Meerenge entsteht. Im Frühling und Herbst und zu Vollmond ist er besonders heftig. Die Strudel sind von einigen Aussichtspunkten (inkl. Glasboden!) gut zu sehen, für Nervenkitzel sorgt eine kurze Bootsfahrt an den Rand der Strudel.

 

 

Von Naruto fährt ein Regionalzug nach Takamatsu (40 Minuten) – die Stadt ist zwar Präfekturhauptstadt, aber trotzdem recht beschaulich. Die Hauptsehenswürdigkeit in Takamatsu ist der Ritsurin Koen, der japanische Garten der Fürsten aus der Samurai-Zeit. Auf 75 ha sind verschlungene Teiche mit bunten japanischen Karpfen, Brücken, Teepavillons, Hügel und Felsformationen zu entdecken – ein bis zwei Stunden sollte man einplanen.

 

 

Tag 2: Zum Seefahrerschrein Konpira und nach Kochi

2 Übernachtungen in Kochi

 

Morgens geht es mit dem Zug nach Kotohira (50 Minuten). Der dortige Kompira-Schrein ist der Schutzgottheit der Seefahrer gewidmet. Zur Gemeinde gehören deshalb alle großen Reedereien - deren Schiffe haben ein Schutzamulett vom Kompira-san an Bord. Der Aufstieg zum Schrein mit seinen insgesamt über 1000 Stufen ist anstrengend, dafür gibt es auf dem Schreingelände nicht nur einen tollen Blick, sondern auch eine Schatzkammer, viele beeindruckende Schreingebäude und Japans ältestes erhaltenes Kabuki-Theater zu sehen, das Kanamura-za.

 

Wer will, kann zu Mittag die Nudel-Spezialität der Region, die Sanuki Udon, selbst herstellen.

 

Nachmittags fährt man mit dem Zug bis Oboke und macht dort eine halbstündige Bootsfahrt durch die zerklüftete Oboke-Schlucht (Fahrtzeit: ca. 45 Minuten vom Bahnhof Kotohira zum Bahnhof Oboke, von dort 3 km / 5 Minuten Taxifahrt bis zum Bootsanleger).

 

 

Anschließend geht es mit derselben Bahnlinie weiter nach Kochi (ca. 50 Min.) – eine weitere beschauliche Präfekturhauptstadt mit historischer Bedeutung, einer Samurai-Burg und der einen oder anderen südländischen Palme.

 

Tag 3: Samurairomantik und Pilger in Kochi

Ein entspannter Tag in südlichem Ambiente: morgens geht es gleich nach Katsurahama, einem Strand und Kap im Süden der Stadt. Hier steht die Statue für Sakamoto Ryoma, den großen Sohn der Stadt: Der junge Samurai war im 19. Jahrhundert ein romantischer Vorkämpfer für den Umsturz der Shogunatsherrschaft und für die Modernisierung Japans. Warum Sakamoto Ryoma Held etlicher Bücher, Mangas, Filme und Serien ist, wird im Sakamoto Ryoma Memorial Museum nebenan erläutert.

 

 

Auf dem Rückweg in die Stadt liegt der sehenswerte Botanische Garten von Kochi, benannt nach dem Begründer der systematischen Botanik in Japan, Dr. Makino. Gleich nebenan führen Stufen hinauf zum Chikurin-ji, dem 31. Tempel auf Shikokus berühmtem Pilgerweg, dem 88-Tempel-Weg. 1400 km und 88 Tempel, von denen viele auf Bergen liegen, mögen etwas viel erscheinen, aber hier kann man beispielhaft an einem einzelnen Tempel erleben, wie die weißgewandeten Pilger eintreffen und ihr oft recht straffes Programm aus Beten, Sutrenlesen, Spenden und Pilgerbuch-Stempeln-Lassen absolvieren, bevor es weiter geht zum nächsten Tempel.

 

Probieren Sie unbedingt auch Kochis kulinarische Spezialität, Katsuo Tataki – der Bonito wird dafür nur kurz angegrillt, mariniert und fast roh gegessen.

 

Tag 4: Nach Uwajima: Retro-Entdeckungen an der Westküste

1 Übernachtung in Uwajima

 

Auf dem Weg an die einsame Westküste von Shikoku bieten sich mehrere Fahrtunterbrechungen an: Ino (12 Minuten per Zug von Kochi) ist eines der Zentren, in denen Japanpapier (washi) hergestellt wird. Im Ino-cho Papiermuseum nicht weit vom Bahnhof wird der Herstellungsprozess erklärt und man kann auch selbst Papier machen.

 

Noch eine halbe Stunde weiter liegt an der Bahnstation Tosa-Kure eine sehenswerte kleine Markthalle. Der Kure Taisho Machi Markt besteht seit über 100 Jahren, und neben frischem Fisch und Gemüse gibt es dort auch frisch zubereitete Fischgerichte – super für die Mittagspause!

 

 

Die Weiterfahrt nach Uwajima dauert dann etwa 2 ½ Stunden. In Uwajima ist eine von nur 12 historisch erhaltenen japanischen Burgen zu besichtigen.

 

Tag 5: Von Uwajima nach Matsuyama

1 Übernachtung in Matsuyama

 

Der letzte Reisetag auf Shikoku führt noch einmal in die Vergangenheit: Morgens besteigt man zunächst den Zug nach Ozu, wo eine wunderbare Villa mit Garten und Teehaus zu besichtigen ist, das Garyu Sanso. Die von Handwerkern aus Kyoto gebaute Villa Garyu Sanso ist etwa 20 Gehminuten vom Bahnhof Iyo-Ozu entfernt.

 

 

 

Nur ein paar Stationen weiter liegt das nette alte Städtchen Uchiko mit einem alten Kabuki-Theater von 1916. Zu Fuß geht es durch die Stadt zur historischen Handelsstraße Yokaichi Gokoku mit historischen Häusern und Speichern: noch mehr Retro-Feeling also. Der Omori Kerzenladen stellt hier seit über 200 Jahren Kerzen her! Nicht ohne Grund ist Uchiko Partnerstadt von Rothenburg…

 

Die Weiterfahrt nach Matsuyama dauert dann nur noch 30 Minuten. Hier übernachtet man am besten im Ortsteil Dogo-Onsen und besucht das atmosphärische öffentliche Badehaus aus dem 19. Jahrhundert.

 

 

Tag 6: Abreise

Von Matsuyama bietet sich für die Weiterreise innerhalb Japans die Fähre nach Hiroshima an – die Inlandsee mit ihren vielen pittoresken Inselchen ist eine Sehenswürdigkeit für sich. In Hiroshima kann man entweder noch mehr Besichtigungen anhängen oder per Shinkansen gleich weiterreisen.

 

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