Einblicke in Kultur und Natur Japans – 14 Tage-Rundreise

 

Die Japan-Wanderreise führt in 2 Wochen von Kansai nach Tokyo (Gabelflug). Richtige Bergwanderungen in verschiedenen Regionen Japans sind mit Besichtigungen der Top-Sehenswürdigkeiten kombiniert.

Auf manchen Teilstrecken (z. B. Kyoto-Matsumoto) ist es einfacher, das Hauptgepäck per Takkyubin vorauszuschicken und ein oder zwei Nächte nur mit einem kleinen Rucksack zu reisen.

Für die erste Woche (Tag 3-9) lohnt sich der Japan Rail Pass gerade – der Zwei-Wochen-Pass bringt keine Preisersparnis, ist aber etwas bequemer.

 

Tag 1: Anreise

Flüge von Europa nach Japan fliegen meistens über Nacht: Japan-Direktflüge starten am Nachmittag aus Deutschland, Stopover-Flüge meist noch etwas früher, und kommen am Morgen oder Vormittag des darauffolgenden Tages erst in Japan an.

 

Tag 2: Ankunft in Osaka

1 Übernachtung in Osaka

Viele Japanflüge aus Europa kommen morgens an, so dass man sein Gepäck am Hotel vorbeibringt. In den meisten Hotels kann man erst ab 15 Uhr einchecken. Danach geht es gleich zu ersten Erkundungen in Osaka: Je nach Zeit und Jetlag ist das nur Schlendern in der enormen überdachten Shopping-Meile Shinsaibashi oder auch ein Besuch der rekonstruierten Burg von Osaka (vor allem zur Kirschblüte wunderbar).

 

Tag 3: Von Osaka in die Friedensstadt Hiroshima

2 Übernachtungen in Hiroshima

Morgens geht es gleich mit Japans schnellem Shinkansen-Zug bequem nach Hiroshima (ca. 2 Std.). Die Stadt wurde nach der verheerenden Zerstörung durch die Atombombe im August 1945 bald wieder modern und weitläufig aufgebaut. Nur das ehemalige Stadtzentrum blieb als Gedenkstätte und Friedenspark erhalten, mit einem großen Friedensmuseum und der Ruine des sogenannten Atombombendoms. Wenn Sie nach der Besichtigung noch einen positiveren Abschluss des Sightseeing-Programms brauchen, schlendern Sie doch durch den Shukkei-en, einen klassischen japanischen Garten.

 

 

Atombombenkuppel am Friedenspark in Hiroshima

 

Abends gibt es Okonomiyaki, eine deftige pfannkuchenähnliche Spezialität aus Hiroshima.

 

Tag 4: Wanderung auf Miyajima

Ganz in der Nähe von Hiroshima liegt die kleine Insel Miyajima in der Inlandsee. Die Fährüberfahrt dauert nur 10 Minuten. Bekannt ist Miyajima für das rote Schreintor aus Kampferholz, das im Meer steht – bei Flut spiegelt sich auch der eigentliche Schrein fotogen im Wasser. Nach der Schreinbesichtigung besuchen Sie noch den am Hang liegenden Tempel Daishoin und folgen dann dem Pfad dahinter bergan. Der heilige Berg Misen mit ein paar weiteren Tempelanlagen ist immerhin 535 m hoch, aber der Weg ist angenehm schattig und wenig besucht, denn auf den Berg führt auch eine Seilbahn. Zurück geht es durch das "Ahorntal" Momijidani, das im Herbst besonders schön ist.

Tipp für die Mittagspause: gegrillte Austern frisch aus dem Meer.

 

Tag 5: Über die Burg Himeji nach Kyoto

3 Übernachtungen in Kyoto

Von Hiroshima geht die Reise zurück, aber zunächst nur bis Himeji (ca. 1 Std.). Dort ist die berühmte "Burg des Weißen Reihers" zu Fuß in 20 Minuten vom Bahnhof aus zu erreichen (Schließfächer am Bahnhof). Die enorme Festungsanlage wurde nie zerstört und bildete die Kulisse für viele Samurai-Filme – aber auch für James Bond in "Man lebt nur zweimal".

Anschließend geht es mit dem Zug weiter nach Kyoto (ca.1 Std.). Die alte Hauptstadt Japans ist das Zentrum der traditionellen Kultur – und eine Touristenhochburg.

Im Frühling sollte man am Spätnachmittag noch einen ausgedehnten Spaziergang auf dem "Philosophenweg" machen, einem beschaulichen Weg an einem von Kirschbäumen gesäumten Kanal. Südlich davon befinden sich rund um den Tempel Nanzen-ji die alteingesessenen Lokale, die Kyotos Spezialität Yudofu erfunden haben – frisch zubereiteter Tofu wird heiß mit nur ein wenig Sojasauce und Frühlingszwiebel serviert.

 

Tag 6: Kyoto-Highlights

Mit einem 2-Tagesticket für den Bus (oder Bus und U-Bahn) ist man in Kyoto am flexibelsten. Am ersten Kyoto-Tag stehen die "Must-See"-Sehenswürdigkeiten jeder Japanreise auf dem Programm! Viele davon gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. An den Nordbergen befinden sich der Kinkaku-ji (Goldener Pavillon) und der berühmte Zen-Garten des Ryoan-ji.

 

Gion-Viertel in Kyoto

 

Mittagspause können Sie in der Nishiki-Marktgasse machen und von dort ist es nur ein Katzensprung bis zum Schloss des Shoguns, Nijo-jo. Vielleicht ist noch Zeit für das Manga-Museum, das Nationalmuseum oder einen weiteren Tempel.

Abends geht es nach Gion ins Geisha-Viertel – vielleicht erhaschen Sie ja einen Blick auf die geheimnisvollen Unterhaltungskünstlerinnen. Wie wäre es mit einer Vorstellung im Theater Gion Corner? Gezeigt wird eine Auswahl traditioneller Theaterformen und Künste.

 

Tag 7: Wanderung bei Arashiyama

Der Vorort Arashiyama im Westen von Kyoto liegt beschaulich am Fluss und am Fuß der Berge. Der Stadtbus fährt bis Takao zum Kozan-ji (ca. 1 Std.), einem alten Bergtempel, der "tierisch" lustige historische Bildrollen sein eigen nennt: Die Choju-giga sind quasi Fabeln in Comicform.

Von dort beginnt die leichte Wanderung vorbei an einem weiteren sehr malerisch gelegenen Bergtempel, dem Jingoji, durchs Tal und über einen kleinen Pass nach Arashiyama im Westen von Kyoto. Am Ende der kurzen Tageswanderung liegen weitere Tempel. Wenig bekannt ist der Otagi Nenbutsuji Tempel mit fotogen moosüberwachsenen Steinfiguren.

Zurück ins Zentrum geht es per Bus oder mit der Privatbahn Hankyu.

Zum Abschluss des Kyoto-Besuchs gibt es vornehme vegetarische Mönchsküche: Shojin Ryori, nicht ganz billig, aber exquisit!

 

Tag 8: Von Kyoto nach Magome

1 Übernachtung in Magome

 

Magome

 

Ab heute führt die Wanderreise in die japanischen Berge: Zunächst geht es mit dem Zug nach Nakatsugawa (ca. 2 Std.), von wo regelmäßig Busse nach Magome verkehren. Wer wenig Gepäck hat, kann dieses Stück (etwa 9 km) auch schon laufen und ist bereits auf dem alten Postweg. Magome war in der Edo-Zeit (17-19. Jh.) eine Station auf dem Nakasendo, dem Handelsweg von Tokyo durch die Berge nach Kyoto. Mit dem Bau der Eisenbahn wurde die alte Wanderroute obsolet, aber das Dorf und die Wegführung blieben hier erhalten bzw. wurden restauriert. Sehen Sie sich am Nachmittag in Magome um, dem Dorf aus der Samurai-Zeit, mit Holzhäusern, Wasserrädern, historischen Bekanntmachungstafeln und ein paar kleinen Museen. Zu besichtigen ist der historische Waki-Honjin, ein VIP-Gasthaus für durchreisende Fürsten und hohe Beamte.

Nach der Besichtigung stärkt die gute japanische Hausmannskost in einer traditionellen Pension.

 

Tag 9: Wanderung auf dem Nakasendo und weiter nach Matsumoto

1 Übernachtung in Matsumoto

Hinter Magome führt der Bergweg Nakasendo über den Pass ins nächste Dorf, nach Tsumago. Das Gepäck befördert die Touristeninformation ganz unkompliziert voraus, Sie können also unbeschwert über den historischen Handelsweg wandern, nach Tsumago oder auch gleich weiter zur Bahnstation Nagiso. Von dort fahren Regionalzüge nach Matsumoto (1-2 Std., etwa stündlich).

Übrigens: Regionale Spezialität in Matsumoto ist rohes Pferdefleisch, hauchdünn geschnitten (Basashimi).

 

Tag 10: Von Matsumoto nach Kamikochi

2 Übernachtungen in Kamikochi

Matsumoto ist eine beschauliche Burgstadt – neben einer großartig erhaltenen alten Samurai-Burg gibt es auch ein paar nette Gassen mit alten Speicherhäusern und vielen netten Cafés und Geschäften. Nach der Burgbesichtigung geht die Reise mit dem Lokalzug und dem Anschlussbus in die Berge nach Kamikochi (Fahrtzeit etwa 2 Std.). Ein recht abgelegenes Hochtal, wo nur im Sommer einige Hotels, Restaurants und Geschäfte geöffnet sind – im Winter ist der Ort verlassen und im wahrsten Sinne des Wortes „geschlossen“: Die Straße wird nicht geräumt und ist gesperrt.

 

 

Kamikochi

 

Die Berglandschaft mit den umliegenden Dreitausendern ist phänomenal. Nachmittags bleibt Zeit für einen Spaziergang durch den Ort und vielleicht schon ein Stück das Kamikochi-Tal entlang.

 

Tag 11: Tageswanderung in Kamikochi

Sportliche stehen früh auf und unternehmen von Kamikochi aus eine Bergwanderung auf den 2455 m hohen Yakedake, einen schwefelrauchenden aktiven Vulkan mit tollem Blick über das Kamikochi-Tal und die Japanischen Alpen (mind. 8 Std. hin und zurück). Für weniger ambitionierte Japanwanderer bieten sich leichtere Wanderungen im Tal an (bis zum Talschluss hin- und zurück ca. 5 Std.). Unterwegs steht der Hintere Schrein des Berggottes (Oku-Hotaka-jinja) – der Teich daneben gilt als Power-spot.

 

Tag 12: Weiterfahrt zum Yamanaka-ko am Fuji-san

Übernachtung in einem Onsen-Hotel am Yamanaka-ko.

Was wäre eine Japanreise ohne den Berg Fuji-san? Deshalb fahren Sie heute immer näher an den heiligen Berg heran: erst wieder zurück nach Matsumoto (2 Std.), dann mit dem Zug in etwa 3 Std. zum Bahnhof Fujisan, und von dort noch einmal etwa 30 Minuten mit dem Bus zum Yamanaka-ko, einem klaren Vulkansee. Mit etwas Glück ist der Fuji-san schon unterwegs durchs Zugfenster zu sehen, manchmal erst, wenn man direkt davor steht! Genießen Sie den Rest des Tages am Seeufer und im heißen Onsen Ihres Hotels.

 

Tag 13: Wanderung am Yamanaka-ko und Fahrt nach Tokyo

2 Übernachtungen in Tokyo

Morgens ist es oft klarer und die Wahrscheinlichkeit höher, den Fuji-san bis zur Spitze zu sehen. Deshalb lohnt es sich, im Morgengrauen aufzustehen. Gut, wenn man den Fuji-Blick vom Hotelfenster hat, ansonsten gibt die Rezeption gern Tipps für die besten Fotospots.

Nach dem Frühstück brechen Sie zur leichten Wanderung entlang des Ohirayama Hiking Course auf den Berg Ohira auf, von wo sich ein besonders guter Blick über den See und den Fuji-san bietet – bei klarem Wetter wohl einer der Höhepunkt der Japanreise. Der Ohirayama Hiking Course führt gut ausgeschildert in etwa 4 Stunden vom Westende des Sees über den Berg zum Ostende. Danach kann man entweder am Seeufer zum Hotel zurückspazieren oder gleich am Ende der Wanderung in den Direktbus nach Shinjuku steigen, der an beiden See-Enden hält (ca. 2,5 Std. bis Shinjuku).

Abends geht es dann gleich noch in das Getümmel von Shibuya – die große Kreuzung vorm Bahnhof gilt als die verkehrsreichste Fußgängerkreuzung der Welt! Verpassen Sie nicht die berühmte Statue des treuen Hundes Hachiko vor dem Bahnhof Shibuya.

 

 

Tokyo

 

 

Tag 14: Metropole Tokyo

Der letzte Tag der Japanreise ist dann genau richtig zum Sightseeing und Shoppen in Tokyo.

Bei gutem Wetter lohnt morgens die Auffahrt auf den nahegelegenen Tokyo Skytree, den welthöchsten Fernsehturm. Von den Plattformen auf 350 m oder 450 m Höhe ist ganz Tokyo zu sehen – aber kein Ende des Häusermeers. Gleich nebenan (zu Fuß ca. 30 Min.) lockt der Tempelbezirk Asakusa mit etwas Altstadt-Flair und vielen Souvenirläden und traditionellen Geschäften.

Anschließend fahren Sie Shoppen: Ideal dafür ist die Ginza, die ehrwürdige Edelshoppingmeile mit riesigen Kaufhäusern, Fachgeschäften (z. B. Ito-ya für Schreibwaren oder Yamano für Musik) und schicken Restaurants. Designerboutiquen gibt es auch in Omotesando bei Shibuya, und in der Nähe auf der Takeshita-dori finden auch Jüngere und Manga-Fans Läden und Gleichgesinnte.

Kunstbegeisterte gehen stattdessen ins Japanische Nationalmuseum in Ueno, und wer sich eher für Samurai und das Leben im alten Tokyo interessiert, findet in Ryogoku, ebenfalls von Asakusa aus zu Fuß zu erreichen, das Edo-Tokyo-Museum und das Schwertermuseum direkt nebeneinander (und das Sumo-Museum übrigens auch).

 

Tag 15: Abflug

Beide Flughäfen von Tokyo – der stadtnahe Flughafen Haneda und Narita 60 km entfernt – sind sehr gut mit mehreren Bahnen zu erreichen. Mit sperrigem Koffer oder zur Rush-Hour nimmt man aber vielleicht lieber den Flughafenbus. Wegen der Zeitverschiebung endet die Japanreise oft schon am selben Abend wieder in Deutschland!

 

 

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