Reiserouten-Vorschlag für 8 Tage Tohoku Japan selbst bereisen

Samurai und Berggötter in Tohoku – 8 Tage

Der Norden Honshus ist gebirgig und sowie man von der Shinkansen-Hauptstrecke abweicht, wird die Reisegeschwindigkeit gemächlicher. Auf dieser 7-Tage-Tour durch Tohoku erwarten Sie Samurai-Geschichte, Bergeinsamkeit und viel ursprüngliches Japan. Ideale Reisezeit sind die Monate Mai bis Oktober.

 

Unser Japan-Reisetipp: Für diese Route lohnt es sich, den JR East Pass zu erwerben.

 

Tag 1: Von Tokyo in die Burgstadt Aizu-Wakamatsu

 

1 Übernachtung in Aizu-Wakamatsu

 

In knapp drei Stunden erreicht man per Zug (mit Umsteigen in Koriyama) die Burgstadt Aizu-Wakamatsu. In die Geschichte vergangener Tage taucht man im Buke-yashiki, einem rekonstruierten Samurai-Haus, ein. Danach geht es zum Hügel Iimori-yama, wo sich die Gräber von 20 blutjungen Samurai befinden, die in den Kriegsgeschicken des 19. Jahrhunderts starben: Die tragische Geschichte ihres kollektiven Selbstmords ist in ganz Japan bekannt.

 

Tag 2: Wanderung am Bandai-san

Mit der Bahn fährt man zunächst nach Inawashiro, dann weiter mit dem Bus nach Goshiki-Numa-Iriguchi (60 Min.). Von dort führt ein leichter Wanderweg vorbei an verschiedenfarbigen Seen bis Urabandai, immer mit schönem Blick auf den Vulkan Bandai-san. Eine weitere kurze Wanderung führt entlang des Hibara Sees.

 

 

Nudelfans fahren zum Abendessen nach Kitakata (15 Minuten Zug von Aizu-Wakamatsu), einem der bekanntesten Orte für Ramen in Japan. Die Touristeninformation hält eine Karte mit den zahlreichen Ramen-Restaurants bereit!

 

Tag 3: Über die Berge zu den Bergasketen von Dewa Sanzan

1 Übernachtung in Haguro/Dewa Sanzan in einem Tempel

 

Heute geht es in unberührte Berglandschaft zum Haguro-san: Es ist einer der "drei heiligen Berge" (Dewa Sanzan), wo sich ein bedeutender Schrein der Bergasketen Yamabushi befindet.

 

Die relativ aufwändige Anfahrt von Aizu-Wakamatsu in den Ort Haguro dauert mit mehrmaligem Umsteigen (Zug/ Bus) mindestens sechs Stunden. Es empfiehlt sich ein früher Aufbruch in Aizu-Wakamatsu. Größeres Gepäck schickt man am besten von Aizu-Wakamatsu nach Akita vor oder lässt es unterwegs in einem Schließfach am Bahnhof Tsuruoka, von wo es mit dem Bus weitergeht nach Haguro (Haltestelle Ideha Bunka Kinenkan, 40 Min.).

 

Kanto Matsuri in Akita

 

Nach der Ankunft im Dorf Haguro macht man sich am besten sofort an den Aufstieg zum Haguro-san (ca. 1 Std. über Stufen). 

 

Ein besonderes Erlebnis ist die Übernachtung in der Tempelherberge Saikan auf dem Gipfelgelände; doch auch unten im Ort Haguro gibt es urige Pilgerunterkünfte in Tempeln.

 

Tag 4: Vom Haguro-san nach Akita

1 Übernachtung in Akita

 

Per Bus und Zug gelangt man in gut drei Stunden von Haguro über Tsuruoka in die Kleinstadt Akita. Bekannt ist Akita in ganz Japan für das Kanto Matsuri, bei dem bis zu 12 m hohe, mit Papierlaternen behängte Bambusgestänge durch die Straßen balanciert werden. Im Neburinagashi-kan Museum erfährt man alles über das Fest und kann sogar selbst so ein Gestell balancieren. In und um Akita befinden sich einige der besten Sake-Brauereien von Japan und im Stadtgebiet selbst ist die Sake-Brauerei Takashimizu zu besichtigen. Wer sich für moderne Kunst und Architektur interessiert, sollte einen Blick in das von Ando Tadao entworfene Kunstmuseum werfen.

 

 

Abends geht es in eine Kneipe für Akita-Spezialitäten wie Kiritanpo (klebriger Reis am Spieß) oder Yokote Yakisoba (gebratene Nudeln mit Spiegelei).

 

Tag 5: Von Akita über Kakunodate nach Nyuto Onsen

1 Übernachtung im Onsen Hotel in Nyuto Onsen

 

Mit dem schnellen Shinkansen braucht man von Akita nach Kakunodate nur eine dreiviertel Stunde. In drei Stunden bekommt man einen guten Eindruck von dem früheren Burgstädtchen mit seinen zahlreichen erhaltenen Samurai-Häusern, von denen einige auch zu besichtigen sind (Schließfächer am Bahnhof). Am frühen Nachmittag geht es dann weiter über Tazawa-ko (Zug 15 Minuten) nach Nyuto Onsen (Bus 45 Minuten), einem der rustikalsten Onsen-Orte Japans. Mit dem Onsen-Hopping-Pass hat man die Möglichkeit, neben dem in der eigenen Unterkunft noch andere Thermalbäder auszuprobieren.

 

 

Tag 6: Von Nyuto Onsen nach Sendai

2 Übernachtungen in Sendai

 

Nach einem letzten Onsen-Bad geht es morgens über Tazawa-ko weiter in die Großstadt Sendai (2,5 Std.). Nach einem kurzen Bummel durch die moderne Innenstadt fährt man mit dem Stadtbus zum Zuihoden, dem farbenprächtigen Mausoleum der Date-Familie. Von dort ist es dann nicht weit bis zum Aoba-jo, dem Burggelände. Zwar ist von der Burg außer Grundmauern nichts erhalten, aber das Burgmuseum mit seinen aufwändigen Rekonstruktionen vermittelt einen perfekten Eindruck von der ehemaligen Samurai-Burg. Danach werfen Sie wegen der tollen Architektur von Toyo Ito noch einen Blick auf und in die beleuchtete Mediathek von Sendai.


Abends gibt es für Mutige die Spezialität von Sendai, gegrillte Rinderzunge (Gyutan).

 

Tag 7: Tagesausflug nach Matsushima

Die Bucht von Matsushima mit ihren verstreuten felsigen Kieferninseln zählt zu den drei schönsten Landschaften Japans. Von Sendai ist sie per Regionalzug in 40 Minuten zu erreichen.

 

 

Am besten erlebt man die Landschaft von Matsushima auf einer einstündigen Bootsfahrt. Anschließend schlendert man die Uferpromenade entlang zum Fischmarkt (Matsushima Sakana Ichiba), wo man an mehreren Ständen fangfrisches Mittagessen bestellen kann. Wie wäre es mit einem Austern-Burger? Am Nachmittag stehen dann noch zwei tolle Tempelanlagen auf dem Programm: Der Zuiganji und der Entsuu-in.

 

Tag 8: Rückfahrt nach Tokyo

Sendai liegt an der Strecke des Tohoku-Shinkansen und man gelangt bequem in wenigen Stunden nach Tokyo oder setzt die Japanreise im Norden fort: nach Aomori oder Hakodate auf Hokkaido.

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